Tiere waren schon immer sein Ding

Osterfeine. Werner Hillmann ist Pferdehändler und 72 Jahre alt. Seine Liebe zu Tieren hat er von seinem Vater und einem Teil seiner Verwandtschaft, welche seit 1896 im Viehhandelsbetrieb tätig  waren und zum Teil heute noch sind. Schon als kleiner Junge mit 6 Jahren sang er das Lied „ Mamatschu, schenke mir ein Pferdchen“. Seinen ersten eigenen Esel bekam er mit 13 Jahren, mit 18 Jahren wurde er dann in den Viehbetrieb seines Vaters aufgenommen. Gehandelt wurde zur der Zeit nur mit Kühen und Schweinen, ab und zu hatten sie aber auch mal ein Pferd.

Alle 14 Tage ist er dann mit seinem Vater nach Lingen zum Viehmarkt oder zum Schlachtviehmarkt nach Köln gefahren, beide Märkte wurden jedoch ca.1972 beendet. Tragende Nutztiere wurden dann alle 14 Tage nach Süddeutschland verladen. Nach der Schweinepest Mitte der neunziger Jahre hat seine Familie sich dann ganz für den Pferdehandel entschieden.

Grundsätzlich wurde das Geschäft auf den Märkten mit einem Handschlag geregelt, welcher bei vielen Händlern immer noch gerne benutzt wird. Viele Händler klärten die Preise der Tiere untereinander auf Hebräisch, da es viele „schlaue“ Leute gab, die sich sehr für den Preis interessiert haben. Die haben allerdings diese Sprache nicht verstanden. Mittlerweile ist Werner Hillmann immer noch als Pferdehändler tätig. Er hat große Unterstützung mit sieben „Stallmädels“, die ihm täglich unter die Arme greifen.

Von Neele Zumwalde

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