CGH als „Plattdüütsche School“ ausgezeichnet
Eine Auszeichnung der besonderen Art hat kürzlich unser Gymnasium erhalten. Es darf sich von nun an „Plattdüütsche School“ (Plattdeutsche Schule) nennen, nachdem eine Abordnung aus Schülerinnen, Kollegium und Schulleitung die vom niedersächsischen Kultusministerium verliehene Urkunde am Donnerstag, dem 4. 6., bei einer feierlichen Zeremonie in Aurich entgegengenommen hat.
Der Grund für die Ehrung ist das über lange Zeit bestehende und stetig gewachsene Engagement an der Schule für die Förderung der niederdeutschen Sprache. Seit vielen Jahren nehmen Schülerinnen und Schüler regelmäßig an plattdeutschen Vorlesewettbewerben teil, es wurden Filme gedreht, Gedichte verfasst und vorgetragen, und das Vorlesen der Weihnachtsgeschichte auf Platt ist fester Bestandteil eines jeden Weihnachtskonzerts. Darüber hinaus gibt es eine Plattdeutsch-AG und zwei Klassen erhalten in einzelnen Fächer so genannten Immersionsunterricht, wo sie Plattdeutsch hören, lesen und sprechen. Hinzu kommen „stille“ Begegnungen mit der Regionalsprache im Schulgebäude – durch zweisprachige Raumbeschilderungen, entsprechende Schaukästen und Plakate sowie eine eigene Fachbibliothek, deren Sammlung neben Schulbüchern eine vielfältige Auswahl enthält, die von „Asterix op Platt“ über Lyrik- und Prosabände bis zum niederdeutschen Sprachatlas reicht.
Zuständig für die – mittlerweile auch im Schulprogramm des CGH verankerte – Förderung des Niederdeutschen sind die Lehrkräfte J. Franz, L. Prüser und S. Salie. Sie sind außerdem als Berater im Auftrag des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung Lüneburg tätig. Sie unterstützen andere Schulen dabei, plattdeutsche Bildungsangebote einzurichten und auszubauen, leiten Fortbildungen und entwickeln Lehrmaterialien. Dabei sind sie landesweit mit weiteren Kolleginnen und Kollegen vernetzt, die sich dafür einsetzen, dass Niederdeutsch gemäß dem Erlass „Die Region und die Sprachen Niederdeutsch und Saterfriesisch im Unterricht“ einen festen Platz im niedersächsischen Schulwesen erhält.
Das CGH als Gymnasium im ländlichen Raum, wo das Niederdeutsche in vielen Familien präsent sei, profitiere in besonderer Weise von dem zusätzlichen sprachlichen Bildungsangebot und dessen regionaler Verankerung, erklärte Schulleiter M. Zilk. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung„, so Zilk weiter. „Sie zeigt, dass das Kultusministerium diese Arbeit wertschätzt und spornt uns dazu an, sie intensiv fortzusetzen.„

