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  • KGS Neustadt zu Besuch in Hastings

    KGS Neustadt zu Besuch in Hastings

    Vom 25.08.2019 bis zum 31.08.2019 besuchten 48 Schülerinnen und Schüler aus allen Schulzweigen des 8. Jahrgangs der KGS Neustadt die südenglische Hafenstadt Hastings.

    Für sechs Tage wurde die Schulbank gegen die praktische Anwendung der englischen Sprache und das Eintauchen in die englische Geschichte und Kultur getauscht. Die Jugendlichen und die begleitenden Lehrerinnen, Frau Ciano, Frau Hoheisel und Frau Kanzow sowie der begleitende Lehrer, Herr Oevermann, waren in englischen Gastfamilien untergebracht, in denen sie sehr freundlich aufgenommen wurden.

    Hastings spielt in der englischen Geschichte eine große Rolle. Anspielungen auf die Schlacht von Hastings im Jahre 1066 finden sich im Ort an jeder Ecke. Doch auch die Schmuggler ließen sich in Hastings nieder. Die Schülerinnen und Schüler bewegten sich in den Höhlen oberhalb der Stadt auf ihren Spuren.

    Ein Erlebnis der besonderen Art war für die Jugendlichen die Begegnung mit Lady Rebecca, die ihnen den „Afternoon Tea“ näherbrachte. Bei Tee und Gebäck wurden sie in die Tradition des „Cream Tea“ eingeführt, wobei auf eine gerade Sitzhaltung geachtet und der Nachmittagstanz eingeübt wurde. Begeisterte Schülerinnen und Schüler übten sich in Konversation.

    Den größten Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern hinterließen die beiden Besuche in der Hauptstadt. An zwei Tagen wurden Ausflüge nach London unternommen und die Weltstadt zeigte sich von ihrer sonnigen Seite, so dass der Entdeckung der Stadt nichts mehr im Wege stand. Das Bild zeigt die Schülerinnen und Schüler in Shakespeares Globe, wo sie einen Einblick in Shakespeares Theaterwelt erhielten.

    Mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck kehrte die Gruppe am Samstagmorgen nach Neustadt zurück. Für sehr viele Schülerinnen und Schüler steht fest:

    „England, wir kommen wieder.“

    Foto: KGS Neustadt zu Besuch in Hastings
  • Heads up: Die Leine sucht Nachwuchstalente!

    Auch in diesem Schuljahr treffen wir uns wieder, um in regelmäßigen Abständen über das Schulleben und vieles mehr zu berichten. Beinahe wöchentlich liefern wir verschiedene Beiträge, ohne dabei den Druck eines Redaktionsschlusses der klassischen Printmedien verspüren zu müssen.

    Gerne würden wir aber unseren Kreis an Jungredakteuren erweitern. Also aufgepasst: Wir heißen interessierte Wortakrobaten, Hobby-Fotografen, Kommunikationstalente und digitale Nomaden herzlich willkommen in unserem Redaktionsteam.

    Dein Alter ist egal. Du solltest jedoch Interesse am schulischen Geschehen haben, offen und freundlich auf Menschen zugehen können, gerne recherchieren, schreiben, layouten und fotografieren. Wichtig ist auch, dass das Zusammenspiel in der Redaktion klappt: Du solltest also auch ein Teamplayer sein!

    Neugierig geworden? Dann komm doch einfach vorbei! Wir treffen uns in diesem Schuljahr immer mittwochs in der 7./8. Stunde (12.30-13.50 Uhr) im PC-Raum 1 J12 (Computer-Raum II).

    Wir freuens uns auf Dich!

    Eure Leine-Redaktion

  • Mehr als ein „stumpfes Internetverbot“: Die neue Urheberrechtsreform der EU

    Mehr als ein „stumpfes Internetverbot“: Die neue Urheberrechtsreform der EU

    Die Urheberrechtsreform der Europäischen Union verfolgt eine lang ersehnte Idee: Kreative wie Musiker, Filmemacher und Autoren sollen künftig auch im Internet Geld verdienen, wenn ihre Werke verbreitet werden. Die Ansätze für eine solche Reform mögen sinnvoll sein, doch die Umsetzung wird von vielen kritisiert. So würde die neue Urheberrechstreform das Internet zensieren und ganz gar die Meinungsfreiheit einschränken.

    Ein Ende von YouTube und Co.? (Foto: Nina Lilkendey)

    Wenn beispielsweise in einem YouTube-Video oder einem Facebook-Post ein Lied zu hören oder ein Bild zu sehen ist, an dem man keine Rechte hat, wurde der entsprechende Beitrag bisher gelöscht und im schlimmsten Fall gab es eine Strafe für den verantwortlichen Benutzer. Nach der neuen Reform muss der Dienstanbieter im Regelfall auch für Urheberrechtsverletzungen haften. Das heißt, dass sich die Änderungen gar nicht gegen die kleineren Internetnutzer richten, sondern gegen große Unternehmen wie YouTube, Facebook und Twitter. Fakt ist außerdem, dass die Reform überhaupt erst mehrere Hürden nehmen und einige Veränderungen über sich ergehen lassen musste, ehe sie am 26.03.2019 im Parlament verabschiedet und am 15.04.2019 im EU-Ministerrat abgesegnet wurde.

    Artikel 17

    Artikel 17 (vor Änderungen in der Nummerierung noch Artikel 13) ist der wohl umstrittenste und am meisten kritisierte Teil der neuen Urheberechtsreform. Nachstehend werden die wichtigsten Teile von Artikel 17 kurz erläutert. Übergreifend für alle Plattformen nutzen wir YouTube zur Veranschaulichunng:

    1.

    Member States shall provide that an online content-sharing service provider performs an act of communication to the public or an act of making available to the public for the purposes of this Directive when it gives the public access to copyright- protected works or other protected subject matter uploaded by its users.

    An online content-sharing service provider shall therefore obtain an authorisation from the rightholders referred to in Article 3(1) and (2) of Directive 2001/29/EC, for instance by concluding a licensing agreement, in order to communicate to the public or make available to the public works or other subject matte.

    Plattformen wie YouTube und Facebook haften nun, wenn Benutzer Inhalte hochladen, welche die Rechte des Urhebers verletzen. Die Betreiber von YouTube sollen sich nun Lizenzen für Inhalte wie beispielsweise Musik kaufen.

    2.

    Member States shall provide that, where an online content-sharing service provider obtains an authorisation, for instance by concluding a licensing agreement, that au- thorisation shall also cover acts carried out by users of the services falling within the scope of Article 3 of Directive 2001/29/EC when they are not acting on a commercial basis or where their activity does not generate significant revenue.

    Hat YouTube sich nun eine Lizenz für ein Lied gekauft, so gilt diese Lizenz auch für alle Nutzer („YouTuber“) von YouTube. Mit Ausnahme von Nutzern, die mit ihren Videos Geld verdienen. Das bedeutet, dass „große YouTuber“, die hauptberuflich Videos drehen, nicht von der Lizenz, die YouTube erworben hat, betroffen sind.

    4.

    If no authorisation is granted, online content-sharing service providers shall be liable for unauthorised acts of communication to the public, including making available to the public, of copyright-protected works and other subject matter, unless the service providers demonstrate that they have:

    a) mad best effort to obtain an authorisation, and

    b) made, in accordance with high industry standards of professional diligence, best efforts to ensure the unavailability of specific works and other subject matter for which the rightholders have provided the service providers with the relevant and necessary   information; and in any event

    c) acted expeditiously, upon receiving a sufficiently substantiated notice from the rightholders, to disable access to, or to remove from, their websites the notified works or other subject matter, and made best efforts to prevent their future uploads in accordance with point (b).

    Falls YouTube keine Lizenz für ein Werk erwerben konnte, so haftet es für die Urheberrechtsverletzung, falls es die drei folgenden Dinge nachweisen kann: YouTube hat sich bemüht, eine Lizenz abzuschließen (erstens). YouTube hat sich bemüht, rechtlich geschützte Werke nicht hochzuladen, nachdem der Urheber mitgeteilt hat, welche Werke nicht hochgeladen werden dürfen (zweitens). Und drittens: YouTube hat unverzüglich dafür gesorgt, dass der gemeldete Inhalt nicht mehr hochgeladen wird (= „Upload-Filter“).

    6.

    Member States shall provide that, in respect of new online content-sharing service providers the services of which have been available to the public in the Union for less than three years and which have an annual turnover below EUR 10 million, cal- culated in accordance with Commission Recommendation 2003/361/EC20, the con- ditions under the liability regime set out in paragraph 4 are limited to compliance with point (a) of paragraph 4 and to acting expeditiously, upon receiving a suffi- ciently substantiated notice, to disable access to the notified works or other subject matter or to remove those works or other subject matter from their websites .

    Where the average number of monthly unique visitors of such service providers ex- ceeds 5 million, calculated on the basis of the previous calendar year, they shall also demonstrate that they have made best efforts to prevent further uploads of the notified works and other subject matter for which the rightholders have provided relevant and necessary information.

    Falls Plattformbetreiber „X“ weniger als drei Jahre in der EU ansässig ist und weniger als zehn Millionen Euro Umsatz pro Jahr macht, muss er verbotene Inhalte nicht schon beim Hochladen verbieten, sondern erst löschen, wenn der Rechteinhaber einen Verstoß gemeldet hat (= „Keine Upload-Filter“). Trotz dessen ist   der Plattformbetreiber zum Lizenzkauf verpflichtet. Falls die Plattform mehr als fünf Millionen Besucher pro Monat hat, fällt man trotzdem unter die Regelungen von Absatz 4 (= „Upload-Filter“).

    7.

    The cooperation between online content-sharing service providers and rightholders shall not result in the prevention of the availability of works or other subject matter uploaded by users, which do not infringe copyright and related rights, including where such works or other subject matter are covered by an exception or limitation.

    Member States shall ensure that users in each Member State are able to rely on any of the following existing exceptions or limitations when uploading and making available   content generated by users on online content-sharing services:

    (a) quotation, criticism, review;

    (b) use for the purpose of caricature, parody or pastiche.

    Die neue Richtlinie soll nicht bewirken, dass legale (= erlaubte) Inhalte nicht mehr hochgeladen werden können. Die Nutzer müssen sich darauf verlassen können, dass Zitate, Kritiken und Rezensionen sowie Karikaturen und Nachahmungen weiterhin hochgeladen werden können.

    „Upload-Filter“

    Ein Upload-Filter ist ein serverseitiges Programm, welches Dateien beim Hochladen überprüft und ggf. verbietet. Alternativ kann ein Upload-Filter auch bestimmte Stellen verändern, zensieren oder anderweitige Maßnahmen initiieren. Die maschinelle Datenprüfung – also ein Upload-Filter – soll dabei die Kontrolle durch einen Menschen ersetzen. Solche Filter werden an vielen Stellen bereits seit Jahren genutzt und sind prinzipiell nicht schlecht, nur bekommt der Begriff von vielen eine völlig neue, negative Bedeutung zugesprochen, weil beschriebene Filter nun fehlerfrei Urheberrechtsverstöße erkennen müssen, um der neuen Reform gerecht zu werden. Die Prüfung muss auf allen großen Plattformen automatisiert ablaufen, weil die Prüfung nur maschinell zu händeln ist. Beispielweise werden bei YouTube im Durchschnitt 400 Stunden Videomaterial pro Minute hochgeladen – diesen Mengen kann nur ein Upload-Filter gerecht werden.

    Für Upload-Filter setzt man Techniken der automatisierten Bild-, Sprach- und Texterkennung ein. Kopien sind damit gut erkennbar, doch bei komplexeren Anforderungen ist die Zuverlässigkeit der Erkennung mitunter umstritten. Aus diesem Grund setzen viele das Wort Upload-Filter mit Zensur, Einschränkung der Meinungsfreiheit und auch einem stumpfen „Internetverbot“ gleich.

    Ein Beitrag von Tristan H. (11. Jahrgang)

    Verwendete Literatur (Stand: 10.06.2019):

  • Meldung: CDU, wir warten …

    Meldung: CDU, wir warten …

    Die CDU hat es versäumt, angemessen auf Rezos Video „Die Zerstörung der CDU“ zu reagieren. Stattdessen hat die liebe Annegret vorgeschlagen, Meinungsäußerungen im Netz vor Wahlen zu regulieren. Viele finden das einfach nur lustig, doch für uns zeigt der Vorfall, dass die Probleme vielschichtiger sind: Rezo hat ein gut recherchiertes Statement auf Youtube präsentiert und die CDU reagiert mit einem Angriff auf die Meinungsfreiheit. Ein Akt der Hilflosigkeit, wie wir finden. Ein ebenfalls gut recherchiertes Video wäre angebracht. Wir warten.

    Der folgende Link leitet euch zu Rezos Video weiter. Dieses ist allerdings nicht das originale Video, da der KGS-Server den Zugriff auf das Video versperrt:

    Quelle: https://www.youtube.com/watch?time_continue=2929&v=KziBdWSCKYI [03.06.2019].

    Ihr seid nun aufgefordert: Schickt uns eure Meinungen zu Rezos Video und den Reaktionen im Netz über die untenstehende Kommentarfunktion.

  • Schülerüberwachung in den USA: Eine liebevolle Fußfessel?

    Schülerüberwachung in den USA: Eine liebevolle Fußfessel?

    Nachdem der Staat Florida Anfang Mai 2019, trotz des schuleigenen Sicherheitsdienstes, nach einem Amoklauf Lehrer bewaffnet hat, hat sich unser Autor mit weiteren Maßnahmen zur Schülerüberwachung in der USA beschäftigt. Er hält die Maßnahmen für vollkommen übertrieben.

    Eine Glosse von Jeremy Ben Zimmermann. (11G1)

    Hallo Sie, ja Sie als Elternteil, das über die Schülerzeitung versucht mehr über Ihr Kind zu erfahren. Ihnen ist die Smart-Watch und das Instagram-Profil nicht genug? Reicht es nicht, per GPS-Tracker der Smart-Watch den Standort zu erfahren, den Schlaf Ihrer Liebsten zu überwachen, oder per Schrittzähler zu wissen, ob Ihr Kind auch Sport macht?

    Dann haben wir die Lösung! Wandern Sie in die USA aus, das Land der Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten! Nachdem in Florida die Lehrer bewaffnet wurden, um die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen zu gewährleisten, bietet nun Alabama ein neues Highlight! Die elektrische Fußfessel als liebevolle, unzerstörbare, dauerhafte Nabelschnur zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Neben den oben genannten Features, die bereits eine Smart-Watch mit sich bringt, können Sie Bereiche festlegen, die ihr Kind nicht verlassen darf, etwa das Haus, die Schule oder der direkte Schulweg. Wenn Ihr Kind diese Gebiete verlässt, bekommt es eine gewaltige Ladung elterliche Fürsorge zu spüren. Und denken Sie daran, was für Sträflinge Standard ist, muss doch mindestens für Ihre Liebsten zu haben sein.

    Das Beste: Sie brauchen noch nicht einmal einen teuren richterlichen Beschluss zum Kauf der Fessel. Mit einer Fußfessel können Sie auch gleich den ungeliebten Freund Ihrer Tochter oder die Kumpels Ihres Sohnes loswerden, denn wer will mit einem Menschen zusammen sein, der so etwas trägt? Sie können Ihren Schatz bald wieder ganz für sich allein haben, haben die volle Sicherheit und Kontrolle über ihn.

    Also wandern Sie jetzt aus. In die USA!

  • Gendergerechte Sprache in Hannover: Warum politische Korrektheit in diesem Fall Unfug ist

    Gendergerechte Sprache in Hannover: Warum politische Korrektheit in diesem Fall Unfug ist

    In den vergangenen Wochen gab es eine große öffentliche Debatte über geschlechtsneutrale Sprache – angestoßen durch die niedersächsische Landeshauptstadt: Hannover hat in diesem Jahr die gendergerechte Sprache für den gesamten städtischen Schriftverkehr eingeführt. Unser Autor hält solche Versuche für großen Unfug.

    Ein Kommentar vom 14.05.2019

    Die Entscheidung der Hannoveraner Stadtverwaltung traf auf breite Zustimmung, aber auch auf Ablehnung und Gelächter. So titelte die „Welt“, dass Hannover künftig gendergerecht in Hannover*in und Erfurt in Er-/Sie-/Esfurt umbenannt werde. Auch weitere Beiträge zeigen, wie unnötig und übertrieben und lächerlich solche Maßnahmen im Sinne der politischen Korrektheit sind.

    Gegenüber Opfern von echter Diskriminierung erscheinen sie sogar zynisch, zum Beispiel gegenüber unbewaffneten schwarzen Jugendlichen in den USA, die ohne ersichtlichen Grund von Polizisten erschossen werden, gegenüber Mädchen in Afrika, die bei der Geburt verstümmelt werden, gegenüber Frauen in arabischen Ländern, die wegen sexueller Übergriffe gegen die eigene Person mit Steinigung bestraft werden und gegenüber Homosexuellen, die in manchen Ländern aufgrund ihres sexuellen Interesses inhaftiert oder sogar hingerichtet werden. Jene Menschen und ihre echten Probleme werden ignoriert, um sich darüber aufzuregen, warum es „Tomatenmark“ und nicht „Tomatenmarie“ heißt.

    Außerdem geht politische Korrektheit meist mit einer ganz bestimmten, gnadenlos rassistischen und sexistischen Einstellung von Menschen einher. Letztere bezeichnen sich selbst zwar als „politisch korrekt“, dieser Einstufung kommen sie aber ungefähr so nahe wie ich einer Bergziege. Diese Menschen sind der Meinung, dass weiße Menschen keinen Rassismus erfahren und dass Männer nicht zum Opfer von Sexismus werden können. Wer dem nicht zustimmt, läuft selbstverständlich Gefahr als Rassist, Sexist, AfD-Anhänger, Bild-Leser, weißer, heterosexueller Eis-Mann etc. abgestempelt zu werden.

    Dabei schafft politische Korrektheit Mauern zwischen Menschen verschiedener ethnischer Gruppen, weil sie den Fokus auf die Gruppenzugehörigkeit eines Menschen legen, wo diese eigentlich unwichtig ist und man diese Unterschiede ignorieren sollte. Sie bevormundet überdies Minderheiten, indem sie einer Minderheit zugehörige Menschen wie rohe Eier behandelt und nicht wie das, was sie eigentlich sind: Menschen. Sicher, der Artikel 3 unseres Grundgesetzes fordert vom Staat die Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und Hannover hat hier brav seine Hausaufgaben gemacht, doch die praktische Umsetzung des Artikels meint wohl kaum das Gendersternchen. Dennoch bleiben derartige Versuche übertriebener politischer Korrektheit etwas ganz Besonderes, um es politisch korrekt auszudrücken.

  • Zukunft gemeinsam unterstützen – Der Förderverein hat ein neues Design

    Lange wurde darauf gewartet – jetzt ist es endlich soweit: Der Förderverein der KGS hat endlich seine neuen Flyer bekommen.

    Gestaltet wurden die neuen Flyer bereits letztes Jahr. Im Kunstunterricht behandelten die ehemaligen neunten Klassen des Gymnasialzweigs mit Frau Krumbholz das Thema „Design“. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler war es, einen Flyer zu entwickeln, der den Förderverein besser widerspiegelt als der alte Flyer es getan hatte – dieser war optisch nicht sehr ansprechend gestaltet.

    In der Pause, nachdem die Flyer fertiggestellt wurden, bekamen alle Schülerinnen und Schüler der KGS die Möglichkeit, für ihren Favoriten abzustimmen. Vor allem die jüngeren Schüler zeigten großes Interesse an den verschiedenen Motiven. Insgesamt standen 17 Bilder zur Auswahl. Der Flyer mit den meisten Stimmen sollte vervielfältigt werden.

    Jetzt sind die Flyer endlich fertig gedruckt und bereit zum Mitnehmen!

    Link zum Förderverein (Stand: 29.04.2019): https://kgs-neustadt.org/partner/foerderverein/
  • Bund und Länder sind sich beim Digitalpakt einig

    Bund und Länder sind sich beim Digitalpakt einig

    Berlin – Am 15. März stimmte der Bundesrat mit der benötigten Zwei-Drittel-Mehrheit für die Grundgesetzänderung des Artikel 104c und 104d.

    Damit ist der Weg frei für den sogenannten „Digitalpakt“, mit dem die Finanzierung für digitale Medien durch den Bund an den Schulen vorangetrieben werden soll. Eigentlich sollte der Pakt bereits im Januar beschlossen werden. Jedoch sahen sich die Bundesländer in ihrer Unabhängigkeit eingeschränkt, da die Bildung laut Verfassung allein Sache der Länder ist. Zudem hätten die Länder sich laut Gesetzentwurf des Bundestages zur Hälfte an den Kosten beteiligen sollen, dies lehnten die Bundesländer ab. So wurde durch den Bundesrat der Vermittlungsausschuss angerufen, der konnte erfolgreich zwischen Ländern und Bundestag vermitteln: Die Bundesländer bestimmen individuell, wie die Gelder eingesetzt werden, der Bund stellt lediglich die Mittel zur Verfügung und führt eine Statistik darüber. Auch die Regelung über die Kostenbeteiligung der Bundesländer fällt weg.

    Der Gesetzentwurf muss nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden und tritt dann in Kraft.

    Sollte dieser kein Veto einlegen, stehen ab sofort den Schulen circa 3,5 Milliarden Euro für die Anschaffung von digitalen Geräten und die Bezahlung für Fachpersonal zur Wartung von jenen Geräten zur Verfügung.

  • Eine neue Farbe muss her

    Eine neue Farbe muss her

    Wer sich in den letzten Wochen in der großen Pausenhalle aufgehalten hat, dem ist bestimmt aufgefallen, dass sich im und um den SV-Raum herum viel getan hat: Die Schülervertretung hat ihren Raum renoviert.

    Schon seit über einem Jahr gab es innerhalb der Schülervertretung die Idee, den Raum neu zu gestalten. Die grüne Farbe der Wände hatte den Schülern nicht mehr gefallen, auch die Einrichtung verbesserte die Raumatmosphäre kaum. Bis vor einigen Wochen hatte niemand den richtigen Impuls zur Umgestaltung gegeben, sodass das Projekt immer weiter aufgeschoben wurde.

    Jari Herpig (10G1), der in diesem Schuljahr zum Schülersprecher gewählt wurde, machte die Renovierung zu einem der Ziele, die dieses Jahr unbedingt verwirklicht werden sollten. Im Oktober gründete er die Arbeitsgruppe, die darüber beriet, wie der Raum zukünftig gestaltet werden sollte. Jeden Freitag in der 7. Stunde trafen sich die Schüler*innen und arbeiteten an einem neuen Raumkonzept. Als schließlich alles besprochen und ein Termin für den Beginn der Renovierung gefunden war, kaufte Jari die Farben und alle SV-Mitglieder sowie der Fachbereich Kunst stellten weitere Renovierungsutensilien zur Verfügung. Das Geld für die Renovierung erarbeitete sich die SV durch einige Waffelverkäufe, da der Erlös durch den Weihnachtsmannverkauf allen Schüler*innen zu Gute kommen sollte, nicht nur den SV-Mitgliedern.

    Neben der neuen Wandfarbe wurde der Raum noch mit Milchglasfolie und neuer Möblierung ausgestattet. Das Ergebnis könnt ihr hier betrachten.


    Nina Lilkendey, 10G2

  • Wie kommunizieren Hunde / Tiere?

    Wie kommunizieren Hunde / Tiere?

    Dieser Text wurde am Tag der offenen Tür von der Mehrheit der Besucher als bester Text gewählt. Zur Auswahl standen drei Texte, die von Schüler*innen der Klasse 7G3 geschrieben wurden.

    Wer und was ist Fide? Fide ist eine Australian Shepherd Hündin, drei Jahre alt und Schulhund an unserer Schule, sie ist ständig in Begleitung von Ruth Manne (Besitzerin und Sozialpädagogin an der KGS).

    Was für Aufgaben hat ein Schulhund? Die Aufgabe von Fide ist es, Kindern/Schülern zu helfen, aber wie funktioniert das? Fide hilft vor allem Schülern, die ein traumatisierendes Erlebnis hatten, dazu zählen auch Flüchtlinge, denn sie stärkt das Selbstbewusstsein und hilft den Kindern wieder „stark“ zu werden.

    Was für einen Tagesablauf hat ein Schulhund? Fide ist ein ganz normaler Hund, sie begleitet Ruth Manne jedoch täglich bei der Arbeit. Wissenschaftler haben bestätigt, dass Hunde ein besseres Arbeitsklima ermöglichen und deswegen ist es für manche alltäglich, dass ihre Hunde sie bei der Arbeit begleiten.

    Aber wie kommunizieren Tiere? Jedes Tier kann auf irgendeine Weise kommunizieren, aber nur mit seiner eigenen Gattung, also zum Beispiel von Hund zu Wolf, von Katze zu Löwe und so weiter. Jede Art von Tier kommuniziert anders, zum Beispiel durch Rufe, Tänze oder Ähnliches. Tiere haben eine Art „Liste“, sie können nichts Neues hinzufügen, Menschen jedoch können sich immer wieder Neues gegenseitig sagen. Tiere reden nicht, sie kommunizieren mit einander.

    Was haben wir, was Tiere nicht haben? Erstens braucht man einen stimmbildenden Apparat, dieser funktioniert nur, wenn man eine Lunge, einen Kehlkopf, Stimmbänder und vieles mehr besitzt. Zweitens braucht man ein gut entwickeltes Gehirn, dazu zählen zwei Bereiche des Gehirns, das Broca- und das Wernicke-Areal. Das Broca-Areal ist zuständig für das Erzeugen der gesprochenen Wörter und das Wernicke-Areal dient dem Verstehen der Wörter. Bei Mensch und Tier sind die Areale nicht identisch, dies könnte ein Grund sein, weswegen Menschen sprechen können und Tiere nicht. Zudem haben Wissenschaftler ein Gen gefunden, das die Sprachfähigkeit beeinflusst. Dieses Gen ermöglicht es den Menschen im Gegensatz zu den Tieren, Wörter zu formen. Trotzdem können Wissenschaftler nicht genau sagen, wieso wir Menschen sprechen können und Tiere nicht.

    Wie kommuniziert Fide? Fide kommuniziert, so Ruth Manne, mit Mimik und Gestik und zeigt mit ihrer Körperhaltung und mit Geräuschen, wie es ihr geht. Fide motiviert die Schüler und gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit.

    Hannah Wedemeyer, 7G3

     

     

  • „Die Begegnung mit den Menschen im Haus empfand ich zutiefst bewegend“

    „Die Begegnung mit den Menschen im Haus empfand ich zutiefst bewegend“

    Herr Hunfeld, Sie sind jetzt seit neun Jahren an dieser Schule und seit dem Jahr 2001 generell als leitende Kraft an Schulen tätig. Was empfanden Sie in diesem Zeitraum als besonders schön?

    Ich befinde mich seit dem Sommer 2010 an der KGS Neustadt. Als besonders schön finde ich gerade an unserer Schule, so trivial1 das klingen mag, die Begegnung mit Schülerinnen und Schülern. Ich bin emotional sehr berührt, wenn mir Schülerinnen und Schüler freundlich begegnen, wenn sie mich grüßen und wenn ich in ihren Gesichtern sehe, dass es schön ist, dass wir uns hier begegnen können, obwohl Schule ja nun auch Zwang ist!

    Die Begegnung mit den Menschen im Haus empfand ich zutiefst bewegend. Egal, ob es die Reinigungskraft war, ob es ein Schüler aus fünf oder zwölf war, ob es Lehrer waren, Schulleitungsmitglieder, Hausmeister, völlig egal, ob es die Cafeteria-Mitarbeiter waren – Ich habe mich immer gefreut, wenn ich tolle Kontakte mit Menschen hatte, die waren echt richtig schön und viele von ihnen werde ich vermissen.

    Können Sie diese positiven Eindrücke auch für Ihren Unterricht an der KGS Neustadt bestätigen?

    Natürlich gilt das auch für den Unterricht: Wenn ich mit Schülerinnen und Schülern gearbeitet und gemerkt habe, dass das, was ich mit ihnen gemacht habe, gefruchtet hat. Sie waren mit Begeisterung dabei, nicht immer, aber sie waren mit Freude dabei. Und das gilt auch für die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften: Wir haben tolles Neues entwickelt und Ideen gehabt.

    Und was war besonders mühselig?

    Mühselig ist eigentlich genau das Gegenteil: Wenn ich das Gefühl habe, dass weggeguckt wurde, dass Schüler, Eltern und Lehrer ignorieren, wenn es gerade nicht so gut läuft. Dass sie einen selber ignorieren, kann passieren, aber wenn sie das System ignorieren, wenn sie sich nicht verantwortlich fühlen, wenn sie erwarten, dass alles für sie gemacht wird. Mit diesem zunehmenden Egoismus umzugehen, finde ich richtig schwierig. Das ist mühselig und das nervt mich auch! Wenn das Ganze dann auch noch in Meckern und Motzen und Beschweren und vielleicht sogar noch Lästern übergeht, dann finde ich das sehr sehr mühevoll und da habe ich auch echt mit zu knapsen2. Mit Kritik, oder wenn mir jemand sagt, was er nicht in Ordnung findet, kann ich sehr gut umgehen, aber wenn das so hintenrum läuft, das finde ich das aller Letzte und das finde ich mühselig.

    Sie sind nun seit längerer Zeit Schulleiter an der KGS Neustadt. Was war das Größte, das Sie in dieser Zeit bewegt haben?

    Ich möchte gar nicht die Zeit nehmen, seitdem ich hier Schulleiter bin, sondern auch diese gesamten fast neun Jahre: Worauf ich wirklich bis heute ein bisschen Stolz bin, dass ich von einer fremden Schule kam und tatsächlich den Stundenplan hinbekommen habe. In den Sommerferien im Jahr 2010 und auch in der Zeit danach bin ich an meine Grenzen gekommen. Aber: Ich bin wirklich, das sage ich auch so, ein bisschen Stolz darauf, dass ich das hingekriegt habe! Und: Frau Jürgens, unsere Hauptschulzweigleitung, hat mir damals vor allem geholfen. Toll fand ich auch, dass ich an bestimmten gestalterischen Elementen mitarbeiten konnte: Der hintere Sek-II-Bereich, die beiden neu gestalteten Klassenräume, die Homepage der KGS und der Schülerwald sind alles Meilensteine, auf die ich stolz bin – aber nicht, weil ich in deren Gestaltung so toll war, sondern weil ich mich nach wie vor freue, das mit anderen gemeinsam gemacht zu haben. Insofern: Das Größte gab es auch hier nicht, sondern vieles, was schön war, aber auch manches, was nicht so schön war.

    Viele Schülerinnen und Schüler möchten wissen, warum Sie jetzt die KGS verlassen. Daher kursieren3 auf dem Pausenhof Fragen wie: Streben Sie eine noch höhere Laufbahnebene an? Wollen Sie Ihre Ideen für einen größeren Kreis an Schulen nutzbar machen? Oder benötigen Sie einfach nur einen „Tapetenwechsel“ nach all den Jahren an der KGS?

    Nein, einen Tapetenwechsel brauche ich nicht. Ich will hier eigentlich auch gar nicht weg, sondern ich sagte ja gerade, dass es hier noch ganz viel zu tun gibt und ich auch wirklich noch vor Ideen sprudele – Ich könnte hier noch sehr viel machen. Allerdings gibt es gerade jetzt eine Möglichkeit, an übergeordneter Stelle noch eine andere Verantwortung zu übernehmen: Demnächst bin ich im Grunde nicht nur eine Art übergeordneter Chef für eine Schule, sondern für über 20 Schulen. Das heißt auch, dass ich „Schule“ nochmal anders kennenlernen und vielleicht auch an anderer Stelle mitgestalten kann und dass ich mit den Ideen, die ich so habe, vielleicht auch noch etwas bewegen kann. Das treibt mich! Also ich fliehe hier nicht, sondern es ergibt sich gerade für mich die Möglichkeit in der Landesschulbehörde an einer Stelle zu arbeiten, von der ich glaube, dass ich auch von dieser aus auf etwas breiterer Ebene „Schule“ gestalten kann.

    Sie haben eben erwähnt, dass Sie es vermissen werden, in die vielen Schülergesichter zu schauen. Unter uns: Ist da noch mehr, was Sie vermissen werden?

    Ein bisschen werde ich natürlich den direkten Kontakt vermissen, zwar ist das auch ein Kommunikationsjob, den ich in der Behörde ausüben werde, aber ich werde vermutlich mehr schreiben, mehr telefonieren und mehr mailen. Aber: Den „everyday-talk“ werde ich mir trotzdem nicht nehmen lassen: Ich werde weiterhin mit vielen Schulen reden, mit Schulleitern sprechen und in der Behörde viele Besprechungen haben. Auch dort werde ich mir diese Offenheit nicht nehmen lassen auf Menschen zuzugehen.

    „Es ist nicht so, dass ich mich in irgendeine Kammer setze und von morgens bis abends nur am Rechner sitze, sondern ich muss auch da ganz viel kommunizieren.“  T. Hunfeld (01/2019)

    Selbstverständlich werde ich die Kontakte auch vermissen, aber es ist jetzt entschieden und jetzt schaue ich auch nicht zurück, jetzt schaue ich nach vorne, aber natürlich bleibt immer auch ein Teil von mir hier und auch die Menschen, mit denen ich hier gearbeitet habe, die bleiben auch ein Stück weit in mir (ohne das jetzt zu sehr pathetisch4 klingen zu lassen).

    Stellen Sie sich vor, Sie hätten drei Wünsche frei.  Was würden Sie gerne am „System Schule“ ändern?

    Ich finde die KGS ist das großartigste System, das es gibt. Hauptschule, Realschule, Gymnasium werden miteinander vereint, so auch die Schülerinnen und Schüler. Schülerinnen und Schüler, die etwas langsamer lernen, dann die, die mit Realien, aber auch auf einem hohen theoretischen Niveau arbeiten und schließlich die, die in die Theorie verliebt sein sollten, lernen an einem Ort. Diese Spannweite in einer Schule zu haben, finde ich gut, übrigens auch für ganz Niedersachsen. Ich finde die Vielfalt unseres Schulwesens manchmal bedrohlich: Gymnasium, Hauptschule, Oberschule, Realschule, IGS – Warum nicht nur eine Schule? (erster Wunsch)

    „Warum nicht die KGS als guten Kompromiss zwischen denen, die irgendwie alles zusammenhaben wollen und denen, die alles getrennt haben wollen? Das ist ein utopischer5 Wunsch, das weiß ich, aber ich finde das toll, ich finde die KGS als System toll.“ T. Hunfeld (01/2019)

    Dann wünsche ich mir, nicht nur für diese Schule, sondern für alle, dass nicht jede Schule das Rad neu erfinden muss, sondern dass es einen Rahmen gibt, in dem ich mich gut bewegen kann und den ich gestalten kann, aber dass nicht jede Schule beispielsweise ihren eigenen Arbeitsplan selber schreiben muss und definieren muss, was sie wann in welchem Unterrichtsfach macht – Und dieser wird dann von außen kontrolliert. In diesem Rahmen haben die Schulen auch viele Freiheiten, schließlich bedeuten mehr Vorgaben nicht zwangsläufig Einschränkungen (zweiter Wunsch).

    Und drittens wünsche ich mir, dass die Schulen in einem guten Zustand sind. Diese Schule ist zwar in einem ganz guten Zustand, aber die Situation in den Klassenräumen ist ausbaufähig: Es ist zu laut, es ist auch teilweise zu voll, weil manche Klassenräume zu klein sind. Das Licht passt nicht immer und die digitale Technik funktioniert ebenfalls nicht immer. Ich wünsche mir einfach, dass wir auf einen zeitgemäßen Stand kommen, damit sich Kinder wirklich im Klassenraum wohlfühlen können (dritter Wunsch).

    Wir bedanken uns für das ausführliche Gespräch und wünschen Ihnen alles erdenklich Gute für die Zukunft.

    Das Gespräch führte Emma Boye (11G3).

     

    1 – simpel, einfach, schlicht

    2 – hier: Mit etwas zu kämpfen haben

    3 – verbreitet werden

    4 – zu gefühlvoll

    5 – unerreichbar

  • Diese Schule lebt durch ihre Vielfalt!

    Diese Schule lebt durch ihre Vielfalt!

    Was macht eine kooperative Schule so besonders? Ein Gespräch mit Hans-Dieter Dreischmeier, ehemaliger Sozialpädagoge der KGS Neustadt, über die Vielfältigkeit seiner Tätigkeiten an unserer Schule.

    Herr Dreischmeier, was war Ihr schönster Moment an dieser Schule?

    Das lässt sich so nicht beantworten. Ich bin dankbar für die elf Jahre, die ich hier war, weil ich immer wieder so viele schöne Momente erleben konnte. Zum Beispiel als ich Vorleser in der Bibliothek war, da gab es einige Sitzreihen, die sich so nach oben staffelten. Dort saßen dann die Fünft- und Sechstklässler und ich habe ihnen vorgelesen, das war einer von vielen sehr schönen Momenten.

    Was werden Sie in Ihrem Ruhestand machen?

    Ich habe mehrere Hobbys, denen ich nachgehen werde. Ich male Aquarell und Acryl, manchmal auch mit Ölfarben. Dann werde ich Bogenschießen, das habe ich vor Langem aufgegeben und meine Bögen liegen alle noch herum. Ich habe früher Turniere geschossen, ich habe auch in den Jugenddörfern, in denen ich gearbeitet habe, Bogengruppen aufgebaut. Außerdem bin ich Angler. Es gibt hier viele schöne Gewässer wie die Leine und viele schöne Teiche. Dort werde ich sitzen und Ruhe haben. Allerdings werde ich mich bewegen müssen, übrigens auf drängenden Wunsch meiner Frau, damit ich etwas abnehme. Aber ich werde auch auf jeden Fall soziale Kontakte behalten müssen. Das kann zum Beispiel über so eine Bogengruppe sein. Ungern werde ich mich terminlich noch irgendwo binden, vor allen Dingen nicht langfristig.

    Was hat Ihnen an der Schule besonders gefallen?

    Ich wäre nicht hier geblieben, wenn diese Schule in ihrer Vielfalt als kooperative Schule nicht besonders wäre. Hier kommen diese Gruppen zusammen, die sonst auseinander sind, und hier kann soziales Lernen gelingen. Das finde ich ganz wichtig und das hat mir hier immer gefallen. Genauso die Organisation: Es ist alles sehr gut organisiert, sodass man Freude haben kann und keine Störungen durch mangelnde Organisation hat. Außerdem durfte ich überall freundlichen Menschen begegnen, vom Hausmeister über die Sekretärinnen bis hin zu den Bibliotheksdamen. Alle waren immer sehr freundlich und hilfsbereit. Mir macht es Spaß, mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu kommen, ich bin ja kein Lehrer, ich bin Sozialpädagoge.

    Wo Sie das erwähnen: Werden Sie die Schule vermissen, wenn Sie nicht mehr hier sind?

    Durch gute Erinnerungen, davon habe ich ja gesprochen, werde ich das Vermissen sicher ertragen können. Aber zu besonderen Ereignissen, bei denen ich willkommen bin, kann ich auch immer mal wieder, sofern ich Zeit habe und gesund bin, wieder kommen.

    Das Gespräch führten Nina Lilkendey (10G2) und Katharina Willer (10G2).

  • Whatsapp, Facebook und Instagram sollen zusammengelegt werden

    Whatsapp, Facebook und Instagram sollen zusammengelegt werden

    USA – Laut New York Times möchte Mark Zuckerberg bis Ende des Jahres WhatsApp, den Facebook Messenger und Instagram zu einem Dienst zusammenführen.

    Bereits 2012 kaufte Facebook Instagram auf, zwei Jahre später folgte dann WhatsApp. Damals war ein Grund für den Kauf die Abwanderung von jugendlichen Nutzern von Facebook zu Instagram und WhatsApp. Ein anderer Grund waren die Datendiebstähle Facebooks, welche besonders bei WhatsApp zu mehr Verwendern führte, da sich die Nutzer dort mehr Datensicherheit erhofften.
    Mit dem neuen Schritt würden nun Instagram und WhatsApp vollständig in Facebook integriert werden. Um die  technologische  Verschmelzung der drei Sparten voranzutreiben, arbeiten derzeit tausende  Programmierer unter der Leitung Mark Zuckerbergs an einer grundlegenden Überarbeitung der Software. So sollen die digitalen Protokolle und Schnittstellen vereinheitlicht werden. Im Play Store und im App Store würden die Apps jedoch weiterhin als eigenständige Angebote erscheinen, die Software wäre allerdings identisch.
    Diese Vereinheitlichung wird es unter anderem ermöglichen, dass künftig Benutzer von Instagram direkt mit Nutzern von WhatsApp kommunizieren könnten. Auch würde es Facebook mehr Kontrolle über die einzelnen Tochterunternehmen erlauben, alle Dienste hätten dann dieselbe Benutzeroberfläche. Die Unabhängigkeit der einzelnen Sparten würde insofern sinken, da die beiden Plattformen (Instagram und WhatsApp) technisch mit Facebook verschmelzen, obgleich Zuckerberg beim Kauf deren Unabhängigkeit versprach. Kartellrechtler fürchten daher ein starkes Facebook-Monopol.

  • „Da muss etwas getan werden“ – Die BNE-Projekttage an der KGS Neustadt

    „Da muss etwas getan werden“ – Die BNE-Projekttage an der KGS Neustadt

    Herr Dethlefsen, was bedeutet eigentlich BNE?

    BNE ist die Abkürzung für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Das umfasst im Prinzip alles, was Bildung dafür tun kann, damit bei Schülern und generell bei Menschen Nachhaltigkeit im Kopf bleibt. Es gibt verschiedene Säulen von Nachhaltigkeit. Da ist zum Beispiel die soziale Komponente: Mein Handeln hat ja immer irgendwelche Auswirkungen auf meine Mitmenschen. Solche Sachen untersuchen wir. Fair Trade ist ja auch so ein ganz gutes Beispiel. Kaufe ich zum Beispiel nur die herkömmliche Marken-Schokolade, bekommt der Kakaobauer nur sehr wenig von dem Geld ab. Achte ich aber ein bisschen auf mein Kaufverhalten, kaufe also zum Beispiel Fair Trade Schokolade, dann bekommen Menschen in der Welt ein besseres Auskommen.

    Wie entstand die Idee für die Einführung der BNE-Projekttage an der KGS?

    Das wurde tatsächlich schon im letzten Jahr, im Rahmen des Schulprogramms, von der Schulleitung vorgeschlagen. Das Schulprogramm sollte einen wesentlich nachhaltigeren Anstrich bekommen. Der achte Jahrgang hat ja, genauso wie der fünfte, mit dem wir das vor den Sommerferien machen werden, besonders viele WPKs. Und mit den umfassenden Kompetenzen der Kollegen können wir das ganz gut abdecken, deswegen wurden auch diese Jahrgänge ausgewählt.

    In Ihrer Präsentation meinten Sie, da müsse was getan werden. Was genau muss getan werden?

    Ich glaube, eine Standardantwort gibt es darauf nicht. Wir müssen alle unser Handeln, bei allem was wir machen, hinterfragen. Fahre ich mein Kind mit dem Auto zum Kindergarten, oder schaffe ich die 500 Meter zu Fuß oder mit dem Fahrrad? Da kann ich dann auch schon überlegen, ob ich überhaupt ein eigenes Auto brauche oder ob ich lieber die Fahrscheine bezahle und öffentliche Verkehrsmittel benutze.

    Zur Auswahl standen verschiedene Projektgruppen – Von der Moorentdeckungsreise bis zum Fahrradcheck war doch sicher für jeden etwas dabei. Unter uns: Gab es Tops und Flops?

    Eindeutig. Also Flops gabs nicht. Tops gabs auf jeden Fall bei dem Kräuterhexenprojekt und bei dem Paletten-Bau-Projekt. Da hätten wir locker vier Gruppen machen können. Da werden wir dieses Jahr schauen, ob wir vielleicht zwei davon anbieten können. In den Küchen wird es wahrscheinlich nicht klappen, weil wir nur zwei Küchen haben, aber mit dem anderen Vorschlag werden wir das machen.

    Bei dem Paletten-Bau-Kurs gab es für alle Schüler sichtbare Ergebnisse. Was haben die anderen Kurse gemacht?

    Ganz unterschiedlich. Also beim Paletten-Bau-Projekt sieht man die Ergebnisse immer noch und bei den anderen Projekten, wie beim Kräuterhexenprojekt wurde ganz viel gekocht und gebacken. Die Produkte sind in den nächsten Tagen ausgestellt worden. Es ist im Prinzip ein gutes Ergebnis für jeden gewesen.

    Insgesamt wird Nachhaltigkeit ja in verschiedenen Unterrichtsfächern behandelt, deshalb besteht die berechtigte Frage der Schüler: Warum hat ein weiteres Projekt zu diesem Thema stattgefunden?

    Nachhaltigkeit steht in jedem Kerncurriculum drin, das heißt es muss eigentlich in jedem Fach unterrichtet werden. Es taucht seit Ewigkeiten in den meisten Fächern auf. Projektunterricht ist natürlich auch ganz anders, als der herkömmliche Unterricht, weil man da ein bisschen was anderes machen kann. Denn ich glaube nicht, dass Schüler im Unterricht solche Paletten-Möbel herstellen würden. Deswegen denke ich, sind diese Projekttage eine ganz gute Ergänzung zu dem regulären Unterricht.

    Wir bedanken uns recht herzlich für das Interview und wünschen Ihnen alles Gute für die weiteren BNE-Projekte.