Chronik

Die Aller-Oker-Schule (früher: Grundschule Müden) besteht seit dem Jahr 1952. Bei unserem Rückblick beginnen wir jedoch vor dem Jahr 1952, um die inhaltlichen Zusammenhänge besser verdeutlichen zu können.

Vor über 200 Jahren war das Schulhaus Eigentum des freiherrlichen Gutes auf Dieckhorst. Der Schulmeister wohnte in demselben Gebäude, hatte einen Gemüsegarten, eine Weideberechtigung für zwei Stück Hornvieh und ein karges Gehalt.

Der Unterricht von 47 Kindern fand im Winterhalbjahr statt, da die Kinder im Sommer arbeiten mussten. Lehrer waren nebenher als Schneider, Tagelöhner und Chirurgen tätig. Ein bestimmtes Schulhaus gab es nicht. Die Örtlichkeiten wechselten und waren als Schulzimmer nicht besonders geeignet, denn Luft und Licht gab es in den kleinen Wohnstuben-Schulzimmern nicht ausreichend.

1863 wurde in Dieckhorst ein neues Schulhaus gebaut.

Als es in Dieckhorst 80-90 Schüler und in Müden 130 Schüler gab, schlug der Schulrat Baumgarten eine Zusammenlegung zu einem Gesamtschulverbund vor, worauf sich die Gemeinden jedoch nicht verständigen konnten. Jede Gemeinde wollte Ihre Selbstständigkeit behalten.

1922 einigte man sich aber darauf, alle Schüler aus beiden Orten gemeinsam von allen Lehrern unterrichten zu lassen. Dies fand in
3 Schulhäusern statt:
– in Dieckhorst (Sandeck)
– an der Kirche
– und am Friedhof.

1930 kam es zur Gründung eines Gesamtschulverbandes.

Die Unterrichtszeit war von 8 Uhr in der Früh bis um 18 Uhr – wegen mangelnden Schulraums.

Pläne für einen Schulneubau hatte man vor dem Krieg gemacht, die aber für viele Jahre verschoben werden mussten.

Im Jahre 1952 wurde der 1. Teil des neuen Schulgebäudes als Volksschule Müden-Dieckhorst eingeweiht.

Über 300 Kinder aus beiden Ortsteilen besuchten die Klassen 1 bis 8. Die Klassenstärke lag bei 40-50 Schülern.
Da nur 6 Klassenräume zur Verfügung standen, gab es den so genannten „Schichtunterricht“. Er dauerte von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Die großen Schüler kamen vormittags, die Kleinen ab 13.00 Uhr.

1962 wurde das 9. Schuljahr an den Volksschulen verbindlich eingeführt. Zeitgleich fand die Erweiterung des Müdener Schulgebäudes statt.
Es kam die Turnhalle hinzu, – ebenso ein Physikraum, ein Werkraum und eine volksschulgerechte Lehrküche.
Der Sportplatz wurde bereits einige Jahre davor angelegt.

In der Folgezeit kamen aus den Volksschulen Ettenbüttel und Flettmar zuerst die größeren Schüler und später alle Schüler nach Müden. Die Müdener Schule wurde eine so genannte Mittelpunktschule.

Mehrmals in der Woche gab es auch nachmittags Unterricht: Sport, Kochen, Werken und Nadelarbeit.

Ein VW-Bus war vor- und nachmittags unterwegs, um die Schüler zum Unterricht und später wieder nach Hause zu bringen.

Da schließlich auch ein zweiter VW-Bus den Schülertransport nicht mehr bewältigen konnte, kaufte der damalige Schulzweckverband einen großen Bus.

1968 wurde das Lehrschwimmbecken im Rahmen einer Elterninitiative fertig gestellt.

1974 wurde aus der Müdener Mittelpunktschule eine Grund- und Hauptschule.

Da die Schülerzahl weiter anstieg – und zudem die Kinder aus Hahnenhorn hinzukamen – entschloss man sich, den Dachausbau in Angriff zu nehmen.

Ab 1978 besuchten die Schüler der Jahrgänge 5 und 6 die neu gegründete OS Meinersen.

Auch die älteren Schüler und viele Lehrkräfte gingen nach Meinersen. Zurück blieb in Müden eine 2-zügige Grundschule.
Jede Klasse hatte ihren eigenen Raum und die Lehrkräfte ein geeignetes Lehrerzimmer.

Im Laufe der Jahre wuchs die Schülerzahl stetig. 1992 war die Grundschule 3-zügig. Da die Klassenfrequenzen sehr hoch waren, zeichnete sich eine 4-Zügigkeit und damit eine Raumnot ab.

Aus diesem Grunde beschloss der Rat der Samtgemeinde, eine Erweiterung und grundlegende Sanierung der bestehenden Gebäude vorzunehmen.

1994 war Baubeginn

Ende 1995 war der Neubau nach einigen Verzögerungen fertig gestellt.

1996 folgte der 2. Bauabschnitt. Der Trakt Dehnenweg wurde saniert und das Dach erneuert und umgestaltet.
Ebenfalls im Jahr 1996 wurde die Müdener Grundschule in Aller-Oker-Grundschule umbenannt.

Ca. ein Jahr später waren die Bauarbeiten beendet und es fand am 12.03.1997 eine große Einweihungsfeier statt.

1998 erfolgte die Gründung des Fördervereins.

Um der Schulraumnot im Schulzentrum Meinersen entgegenzuwirken, beschloss die Samtgemeinde, in Müden eine Orientierungsstufe einzurichten.

Der 3. Bauabschnitt schaffte hierzu die notwendigen Voraussetzungen. Zum Schuljahresbeginn 1998/1999 wurde schließlich die Orientierungsstufe als Außenstelle der Orientierungsstufe Meinersen eingerichtet, im Februar 2000 wurde sie selbstständig.

2001 wurde die Aller-Oker-Schule „Verlässliche Grundschule“

2004 wurde die Orientierungsstufe in Niedersachsen abgeschafft. Damit kam auch das Ende der OS in Müden.

Von August 2004 bis Juli 2005 zog dann die Hauptschule Meinersen mit einer Außenstelle in die freigewordenen Räume ein.

2008 zog die Kita Müden als Außenstelle der Kita Ettenbüttel mit in das Schulgebäude ein. Sie übernahm den Trakt zum Quellengrund hin und einen Teil des Innenhofs als Spielfläche.