Berufsorientierung

Betriebserkundung bei der Firma Wesselmann & Schröder GmbH, Lastrup

Inhaltsverzeichnis

1.         Ausgangslage

2.         Schulstruktur

3.         Rechtliche Grundlagen

4.         Ziele der Berufsorientierung an der OBS Lastrup

5.         Umsetzung der Berufsorientierenden Maßnahmen

            5.1      Betriebspraktika

5.1.1   Betriebspraktika für Schülerinnen und Schüler mit Flüchtlingsstatus

            5.2      Zukunftstag für Mädchen und Jungen

            5.3      Berufswahlbörse an der OBS Lastrup

            5.4      Betriebserkundungen

            5.5      Kooperation den Berufsbildenden Schulen

5.6      Kooperation mit dem „Sozialen Briefkasten“ Löningen

            5.7      Bewerbungstraining

            5.8      Berufsfindungsmessen

            5.9      Kompetenzfeststellungsverfahren

            5.10    Berufswahlpass

            5.11    Evaluation der Maßnahmen zur Berufswahl

6.         Fächerübergreifendes Lernen

            6.1      Stundenverteilung der BO-Maßnahmen

7.         Möglichkeiten zum Erwerb von beruflichen Kompetenzen

            7.1      Schülerfirma

            7.2      Mofa – AG

            7.3      PC – Kurse – Prepaired4Future

            7.4      Theater AG / Knallerkids

            7.5      Kochen für Kids

            7.6      Schülerzeitung

            7.7      Schülerpaten

            7.8      Schülerlotsen

            7.9      AG Holzwurm / Tonarbeiten

8.         Externe Partner zur Umsetzung der Berufsorientierung

            8.1      Berufsberatung der Arbeitsagentur

            8.2      Elternarbeit

9.         Schlussbemerkung

Werkstatttage im Haus des Handwerks

1. Ausgangslage

Immer mehr Jugendliche haben Schwierigkeiten, ihren Berufseinstieg zu bewältigen. Bei vielen zeigt sich eine große Orientierungs- und Hilflosigkeit, wenn es darum geht, den Berufseinstieg konkret anzugehen. Kommen z.T. persönliche Schwierigkeiten oder erste Misserfolge bei der Ausbildungsplatzsuche hinzu, finden viele junge Menschen keine konkreten Ansatzpunkte für ihr weiteres Vorgehen und beginnen frühzeitig zu resignieren.

Potenzielle Ausbildungsbetriebe beklagen in diesem Zusammenhang das Fehlen von sogenannten Schlüsselqualifikationen wie Ausdauer, Engagement und Selbstständigkeit unter den Jugendlichen als Voraussetzung dafür, eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

Die Erziehungsberechtigten sind aufgrund der immer rasanter entwickelnden Anforderungen in der Arbeitswelt und der zunehmenden Komplexität des Themas oftmals überfordert. Erschwerend kommt die Tatsache hinzu, dass ein hoher Anteil der Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen stammt.

Besonders junge Spätaussiedler und Ausländer haben zu geringe Kenntnisse im Bezug auf das Berufswahlspektrum und die Anforderungen der Berufsbilder sowie des Ausbildungsmarktes. Erschwerend kommt oftmals auch noch eine unrealistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten hinzu.

Für eine selbst bestimmte und bewusste Berufswahl ist aber neben der Kenntnis der aktuellen Berufsbilder auch das Kennenlernen und Wahrnehmen der eigenen Wünsche, Stärken und Möglichkeiten ungemein wichtig.

Damit die Jugendlichen den Weg zur richtigen Berufsentscheidung einschlagen können, soll ihnen durch Maßnahmen zur Berufsorientierung ein möglichst früher Kontakt mit der Arbeitswelt und ihren Anforderungen angeboten werden.

2. Schulstruktur

Zurzeit besuchen 211 Schüler/innen in zweizügigen Jahrgängen die Oberschule Lastrup, wobei die Klasse 10 einzügig ist.  

Das System Haupt- und Realschule wurde ab dem Schuljahr 2012/2013 sukzessiv in die Organisationsform Oberschule übergeleitet.

3. Rechtliche Grundlagen der Berufsorientierung und des Unterrichtsfaches

    Wirtschaft

Zum einen dient als rechtliche Grundlage das Kerncurriculum für das Fach Wirtschaft an Oberschulen, in dem es heißt: „Das Fach Wirtschaft in der Oberschule leistet in besonderer Weise einen Beitrag zur beruflichen Orientierung der Schülerinnen und Schüler, indem hier der konkrete Einblick in die Berufswelt ermöglicht und ein direkter Bezug zur Ausbildungssituation in der Region hergestellt wird.“ (S.6, Bildungsbeitrag des Faches)

Die verschiedenen Kompetenzbereiche sind zudem „… für die persönliche Bildung und für die weitere schulische und berufliche Ausbildung von Bedeutung und ermöglichen anschlussfähiges Lernen.“ (s.7, Kompetenzorientierter Unterricht)

Zum anderen beziehen wir uns auf den Erlass der Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen vom 01.12.2011, in dem es heißt: “ Allgemein bildende Schulen haben die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler zur Aufnahme einer Berufstätigkeit zu befähigen und sie auf eine gegründete Berufswahlentscheidung vorzubereiten. (…) Die einzelnen Schulformen führen berufsorientierende und berufsbildende Maßnahmen auf der Grundlage der schulformspezifischen Zielsetzungen durch und berücksichtigen regionale Gegebenheiten. Sie arbeiten dabei entsprechend den schulformbezogenen Erfordernissen mit Betrieben, berufsbildenden Schulen, der Berufsberatung der Arbeitsagenturen, Kammern, Wirtschaftsverbänden und anderen geeigneten Einrichtungen zusammen.“ (S.1, 1. Allgemeines)  

Bei der Zielsetzung der Oberschule heißt es im Erlass: „Die Oberschule bietet einen berufspraktischen Schwerpunkt mit Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsbildung mit Kooperationspartnern wie berufsbildende Schulen, der Berufsberatung der Arbeitsagentur, den Kammern, insbesondere ausbildenden Betrieben und anderen Einrichtungen ….. .“ (S. 3,  2.3 Oberschule)

4. Ziele der Berufsorientierung an der OBS Lastrup

Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, mehr Eigeninitiative und Sicherheit im Umgang mit der Berufsplanung zu erlangen. Die intensive Berufsvorbereitung- und Orientierung soll zu einem erfolgreichen Ausbildungseinstieg und Verlauf beitragen und möglichen Ausbildungsabbrüchen präventiv entgegenwirken.

Desweiteren sollen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, ihre individuellen Fähigkeiten, Vorlieben, Stärken aber auch Schwächen herauszufinden, um eine Verbesserung des Entscheidungsverhaltens hinsichtlich der Berufswahl zu erreichen. Die Ermittlung eines entsprechenden Teilnehmerprofils (Potentialanalyse in Kooperation mit dem Haus des Handwerks) wird den konkreten Anforderungen passender Berufsbilder gegenübergestellt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch ein Aufzeigen und Einbeziehen von beruflichen Alternativen.

Ziel ist weiterhin, das häufig eingeschränkte Berufswahlspektrum der Jugendlichen (typisch „weibliche und männliche Berufe“) deutlich zu erweitern sowie berufs-/ betriebskundige Erfahrungen zu sammeln. Dazu werden auch die Möglichkeiten der weitergehenden Schulen und alternative Wege der beruflichen Lebensplanung aufgezeigt. Dieses auch unter Einbezug der Erziehungsberechtigten.

Ein weiterer Aspekt der Berufsorientierungsmaßnahmen ist, den Jugendlichen Möglichkeiten zu geben, ortsansässige Betriebe kennen zu lernen. Hierbei sollen die Jugendlichen mittels Interessenerkundungen, aber auch durch gezielte Internetrecherche, Informationen über die Anforderungen sowie über die Rahmenbedingungen von Ausbildungsberufen und Berufsfeldern sammeln und auswerten. Zudem sollen bestehende Vorurteile gegenüber bestimmten Berufsbildern entgegengewirkt werden.

Betriebserkundung bei der Firma Werner Schulte GmbH & Co. KG, Lastrup

5. Umsetzung der Berufsorientierenden Maßnahmen

„Berufsorientierende Maßnahmen werden als Praxistage zur beruflichen Orientierung und beruflichen Bildung durchgeführt. Sie tragen zu einer Verzahnung des Fachunterrichts mit dem praktischen Lernen bei.“ (S. 5, Erlass zur Berufsorientierung , Abs. 4)

5.1.     Betriebspraktika

Betriebspraktika dienen dazu, die Schüler/Innen auf „(…) eine berufliche Tätigkeit vorzubereiten, ihnen Kenntnisse über einzelne Berufe oder Berufsgruppen vermitteln, ihre Neigungen zu erkennen und Fähigkeiten zu entwickeln.“ (S. 4, Erlass zur Berufsorientierung, Abs. 3.1)

Alle Schülerinnen und Schüler absolvieren mehrere Praktika, die mit dem Fachlehrer vor- und nachbereitet werden. Außerdem werden die Schüler/innen und Schüler während des Praktikums mehrmals vom Fachlehrer besucht, der sich zum einen ein Bild über den Praktikanten im Betrieb machen soll und zum anderen als Ansprechpartner für den Praktikanten, aber auch für den Betrieb, fungieren soll. 

Die Schüler/innen absolvieren die Praktika wie folgt:

Jahrgang 8               10 Praxistage im Haus des Handwerks in Cloppenburg

Jahrgang 9               10 Tage vor den Herbstferien

Jahrgang 10             5-6 Tage vor den Herbstferien

5.1.1   Betriebspraktika für Schülerinnen und Schüler mit Flüchtlingsstatus

Die Oberschule bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, auch außerhalb der regulären Praktikumszeiten, Praktika zu absolvieren. Hierbei werden Sie von Lehrern begleitet und betreut. Für diese Schülerinnen und Schüler ist die Hürde, auf dem Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen, oft sehr hoch. Oft wissen sie aufgrund fehlender Kenntnisse nicht um die Möglichkeiten, die ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechen. Hier versucht die Oberschule, Perspektiven zu schaffen.    

5.2      Zukunftstag für Mädchen und Jungen

Im Rahmen des bundesweiten Aktionsprogramms wird jährlich der Zukunftstag für die Jahrgänge 5 und 6 durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler können Angebote von Betrieben und Institutionen wahrnehmen oder Mitglieder ihrer Familie oder ihres Bekanntenkreises an deren Arbeitsplatz begleiten. Die Schülerinnen und Schüler sollen Einblicke in verschiedene Berufe bekommen, „…die geeignet sind, das traditionelle, geschlechtsspezifisch geprägte Spektrum möglicher Berufe für Mädchen und Jungen zu erweitern.“

Bis 2008 führte die HRS Lastrup die Zukunftstage in der üblichen Form durch. Aufgrund der Anregung der Fachkonferenz Wirtschaft änderte die Schule ab 2009 den Ablauf dieses Tages. Nur die Klassen 5 und 6 nehmen an der bisherigen Form des Zukunftstages teil.

Für die Klassen 7 findet am Zukunftstag eine Betriebserkundung im Betrieb „Fördertechnik Thiel“ in Bunnen statt. Der Zukunftstag und die Betriebserkundung werden im Wirtschaftsunterricht vor- und nachbereitet. Dazu gehören sowohl organisatorische Maßnahmen, methodische Vorbereitung als auch die Ergebnissicherung.

Die Teilnahme am Zukunftstag für die Klassen 8 bis 10 ist grundsätzlich möglich.

5.3      Berufswahlbörse der OBS Lastrup

Die Oberschule Lastrup hat sich 2015 mit dem „Löninger Netzwerk“ zusammengeschlossen und nimmt im Wechsel mit den Standorten Löningen, Lindern, Essen (Oldb.) und Lastrup an der regionalen Berufswahlbörse teil, wobei die Oberschule in Lastrup selbst Ausrichter ist.

Die Veranstaltung soll den Schülern/Schülerinnen der Abschluss- und Vorabschlussklassen die Möglichkeit geben, mit Vertretern von Betrieben Fragen zur Ausbildung und Berufswahl zu besprechen und eventuell erste Kontakte für Praktikum und Ausbildung zu knüpfen.

Es nehmen sowohl Vertreter des Handwerks, des sozialen Bereichs, der Landwirtschaft als auch der Verwaltung an der Veranstaltung teil. Ergänzt wird das Angebot durch die Agentur für Arbeit und durch das „Zentrum für Nachwuchsgewinnung“ der Bundeswehr.

Für Schüler/Innen ist die Teilnahme verpflichtend. Großer Wert wird auf die Beteiligung der Eltern gelegt. Von der Schule wird erwartet, dass mindestens ein Elternteil anwesend ist. Organisiert wird die Berufsinformationsbörse in Lastrup vom Fachbereich Wirtschaft.

5.4      Betriebserkundungen

Klasse 6:       Hoferkundung in Zusammenarbeit mit „LaUB e. V. Landwirtschaft, Umwelt und Bildung e.V.“           

Klasse 7:       Fördertechnik Thiel in Bunnen

Klasse 8:       Wernsing Feinkost in Addrup

Klasse 9:       Schnefrost in Löningen

Klasse 10:     Grimme, Damme

Hinzu werden fächerübergreifende Betriebserkundungen durchgeführt.

5.5      Kooperation mit berufsbildenden Schulen

„Die Zusammenarbeit kann beispielsweise durch (…) bis hin zu Fachpraxis – und Fachtheorieunterricht (…) erfolgen. Das Kennenlernen von Fachrichtungen sowie Fachpraxisunterricht kann an einzelnen Tagen oder als Block durchgeführt werden.“ (S. 4, Erlass zur Berufsorientierung, Abs. 3.2)

Die OBS arbeitet mit den Berufsbildenden Schulen in Cloppenburg zusammen. Zu Beginn des Schuljahres stellen diese sich in einer abendlichen Veranstaltung den Erziehungsberechtigten und Schülern vor und erläutern die schulischen Möglichkeiten nach dem Haupt – bzw. Realschulabschluss.

Zudem führt die OBS Lastrup in Kooperation mit den berufsbildenden Schulen Fachpraxistage im Jahrgang 9 durch. Die Schüler/Innen sind an 5 Montagen in den Monaten Dezember und Januar in einem von ihnen gewählten Fachbereich tätig, um diesen näher kennen zu lernen.

5.6      Kooperation mit dem „Sozialen Briefkasten“ Löningen

Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass es Schülerinnen und Schüler gibt, die den Anforderungen einer Oberschule aufgrund kognitiver und/ oder sozialer Beeinträchtigungen nicht gewachsen sind. Um diesen Schülerinnen und Schülern eine Perspektive zu ermöglichen, arbeitet die Oberschule seit   in Kooperation mit dem „Sozialen Briefkasten“ in Löningen zusammen. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren ein Jahrespraktikum, wobei sie von Lehrern bzw. dem Sozialpädagogen begleitet werden. Sie sind weiterhin Schüler der OBS und bekommen am Ende des Schuljahres eine schriftliche Beurteilung, die mit dem Sozialen Briefkasten abgestimmt wurde. Nach dem Praktikum gehen die Schülerinnen und Schüler in das Berufsschulsystem über.

5.7      Bewerbungstraining

In den Abschlussklassen wird im November bzw. Dezember ein Bewerbungstraining der „Agentur für Arbeit“ durchgeführt. Während eines vierstündigen Trainings werden Vorstellungsgespräche und Telefongespräche simuliert, die perfekte Bewerbung in Kleingruppen erarbeitet und eine Schulung in Benimmregeln durchgeführt.

5.8      Berufsfindungsmessen

Besuch der regionalen Jobmessen in Cloppenburg/Vechta

Besuch der Pflegemesse im Krankenhaus Quakenbrück

Ideenexpo Hannover

Berufswahlbörse Altes Amt Löningen

5.9      Kompetenzfeststellungsverfahren

„Zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler für eine zielgerichtete individuelle Entwicklung und Berufsorientierung wird ein Kompetenzsfeststellungsverfahren durchgeführt. Es dient der Ermittlung der persönlichen Stärken und Entwicklungspotentialen von Jugendlichen …“  (S. 5, Erlass zur Berufsorientierung, Abs. 4.1)

Im Jahrgang 8 führt das Haus des Handwerks Cloppenburg mit den Schülerinnen und Schülern eine Potentialanalyse über drei Tage durch. Nach dieser Potentialanalyse nehmen alle Schülerinnen und Schüler an den sogenannten Werkstatttagen des Haus des Handwerks in Cloppenburg über 10 Tage teil. (siehe 6.3.8)

Abschließend wird ein 30minütiges Gespräch mit dem Schüler, den Eltern und dem Fachlehrer auf der Basis eines individuellen Auswertungsberichtes seitens des Haus des Handwerks geführt. Die Ergebnisse werden dem Schüler im Anschluss ausgehändigt und im Berufswahlpass abgelegt.

Kompetenzfeststellungsverfahren im Haus des Handwerks, Cloppenburg

5.10    Berufswahlpass

Mit dem Berufswahlpass sollen Materialien und Informationen sinnvoll geordnet, dokumentiert und in eine Struktur gebracht werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen im siebten Schuljahr damit beginnen, indem sie in einem Ordner Unterlagen sammeln, diese gliedern und thematisch zuordnen. Wenn die Schüler frühzeitig lernen, mit diesem Instrument zu arbeiten, werden sie die Berufswahl als Prozess verstehen, der sich über mehrere Jahre hinzieht. Außerdem leitet er die Schüler zum selbständigen Arbeiten an.

5.11    Evaluation der Maßnahmen zur Berufswahl

Alle Maßnahmen, die der Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler dienen, werden mithilfe eines Evaluationsbogens ausgewertet. Die Ergebnisse werden in der Fachkonferenz besprochen und Maßnahmen bei Bedarf angepasst.

6. Fächerübergreifendes Lernen

Maßnahme Fächer  
Schülerfirma/Schulkiosk Mathe, Deutsch, Hauswirtschaft, Wirtschaft
Bewerbungstraining Deutsch, Wirtschaft
Profil Technik Physik, Werken, Technik, PCT,
Profil Gesundheit und Soziales Hauswirtschaft, Biologie
Methodenkompetenztag Alle Fächer, täglich
Profil Wirtschaft Wirtschaft, Politik, Erdkunde

6.1      Stundenverteilung der BO-Maßnahmen

7. Möglichkeit zum Erwerb von beruflichen Kompetenzen

7.1      Schülerfirma 

Seit 1999 existiert an der Oberschule Lastrup ein Schulkiosk. Dieser soll Schülern die Möglichkeit bieten, einen Betriebsablauf kennen zu lernen. Hierbei werden Aufgaben wie die Warenbeschaffung bis hin zum Verkauf von Produkten von den Schülern übernommen. Unterstützt werden sie dabei von Lehrern. Von dem erwirtschafteten Gewinn werden Anschaffungen zum Wohle der Schülerschaft getätigt, welches eine Identifikation mit der eigenen Leistung schafft.

7.2      Mofa AG

Im Rahmen der Ganztagsschule wird die Mofa-AG angeboten. Ein Ziel ist die Erhöhung der Mobilität der Schüler. Lastrup ist ländlich gelegen und Betriebe sind nicht in der unmittelbaren Umgebung. Die Erhöhung der Mobilität dient der Erweiterung der Ausbildungsmöglichkeiten.

7.3      PC Kurse – Prepared4Future

Der Umgang mit dem PC, insbesondere der sichere Umgang mit den Office-Programmen, ist für Unternehmen ein wichtiger Faktor bei der Auswahl ihrer Auszubildenden. Die Oberschule Lastrup gibt den Schülerinnen und Schülern mit dem Kurs Prepared4Future die Möglichkeit, den Europäischen Computerführerschein, der die PC-Kompetenzen attestiert, zu erwerben. Die Module sind im Ganztagsbereich angesiedelt und können ab der 9. Klasse besucht werden.

7.4      Theater AG / Knallerkids

Im Rahmen der Ganztagsschule wird eine AG „Knallerkids“ angeboten. Als übergeordnetes Ziel dient diesen Schülern/innen dazu, sich selbst darzustellen, was der Eigenpräsentation bei einem Vorstellungsgespräch von großem Nutzen ist.

7.5      Kochen für Kids

Der Kurs, der auch in der Ganztagsschule angeboten wird, bringt den Schülerinnen und Schülern den Bereich Gastronomie näher. Sie lernen hierbei das Einkaufen von Waren, die Zubereitung von Speisen und die betrieblichen Abläufe in einer Großküche.

Ganztagskurs „Kochen für Kids“

7.6      Schülerzeitung

Im Ganztagskurs „Schülerzeitung“ gestalten Schülerinnen und Schüler eine Zeitung. Hierbei lernen sie z. B. anhand von Recherchetätigkeiten, eigene Texte zu verfassen. Des Weiteren lernen sie, ansprechende Layouts zu erstellen. Die Zeitung wird dann an die Schülerschaft der OBS verkauft. Aufgrund des Verkaufs bekommen sie in absehbar kurzer Zeit ein Feedback auf die Leistung in dem Kurs.  

7.7      Schülerpaten

Schülerinnen und Schüler haben am Ende der Klasse 9 die Möglichkeit, eine Schülerpatenausbildung zu absolvieren. Ziel der Ausbildung ist es, dass sie ab Klasse 10, Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 beim Einstieg in das Schulleben an der Oberschule unterstützen. Bei der Ausbildung erwerben die Schülerinnen und Schüler die Jugendleiterkarte. Diese bescheinigt ihnen in möglichen Bewerbungsverfahren Kompetenzen im Umgang mit Gruppen. 

7.8      Schülerlotsen

Zu Beginn der 7. Klasse, sofern sie 13 Jahre alt sind, haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich von der örtlichen Polizei als Schülerlotsen ausbilden zu lassen. Im Anschluss an die Ausbildung fungieren die Schülerinnen und Schüler als Schülerlotsen. Hierbei sichern sie jeden Morgen den Schulweg, insbesondere den Übergang der Wallstraße, zur Oberschule. Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Freundlichkeit spielen hierbei eine wichtige Rolle.

7.9      AG Holzwurm / Tonarbeiten

In den AG`s der Ganztagsschule „Holzwurm“ und „Tonarbeiten“ setzen die Schülerinnen und Schüler Projekte im Bereich der Holzarbeit bzw. Tonarbeit um. Hierbei lernen sie außerhalb vom schulischen Werkunterricht wichtige Dinge in der Bearbeitung der Werkstoffe Holz und Ton.

Ganztagskurs „Holzwurm“

8. Externe Partner zur Umsetzung der Berufsorientierung

Neben Betrieben, Eltern, Berufsbildenden Schulen, Kreishandwerkerschaft, die in den o. g. Projekten genannt wurden, gibt es übergeordnete Partner für die Umsetzung des Berufsorientierungskonzeptes an der Oberschule Lastrup

8.1      Berufsberatung der Arbeitsagentur

Die Kooperation der Schule mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur hat das Ziel, allen Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Übergang in Ausbildung oder weiterführende Bildungsgänge zu ermöglichen. Unsere Schule kooperiert mit dem für uns zuständigen Berufsberater der Arbeitsagentur. Er stellt sich zu Beginn eines jeden Schuljahres den Klassen 8, 9 und 10 vor. Die Schülerinnen und Schüler vereinbaren nach Bedarf Termine mit dem Berufsberater, der dann in die Schule kommt, um mit den Schülern und deren Erziehungsberechtigen Beratungsgespräche zu führen.

Zudem führt die Schule in die Informationssysteme der Berufsberatung ein und ermöglicht den Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ).

8.2      Elternarbeit

Ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung von Schule in den Beruf sind die Eltern der Schülerinnen und Schüler. Die Aufgabe der Oberschule ist es, die Eltern in den Berufswahlprozess soweit wie möglich mit einzubinden und zu motivieren, mitzuarbeiten. Hierzu ist es wichtig, dass die Eltern über alle Prozesse umfassend informiert und ggf. zu Berufswahlbörsen, Auswertungsgesprächen bei Potentialanalysen und Beratungsgespräche der Berufsberatung eingeladen werden.

Klasse 8:                   Elternabend mit Vorstellung der verschiedenen berufsorientierenden Maßnahmen/ Organisation und Fragen zu den bevorstehenden Praktika

Klasse 8:                   Einladung zu den Auswertungen der Potentialanalyse

Klasse 8 – 10:          Elternabend mit Vorstellung der Berufsbildenden Schulen Cloppenburg und der Agentur für Arbeit / Berufsberatung

Klasse 8 – 10:          Einladung zu den Gesprächen mit der Berufsberatung in der Schule

Klasse 8 – 10:          Einladung zur Berufswahlbörse des „Alten Amts Löningen“

Kl.-übergreifend:     Die Elternvertreter wählen ein Mitglied für die Teilnahme an den Fachkonferenzen Wirtschaft aus

9. Schlussbemerkung

Der Berufswahlprozess ist einem ständigen Wandel ausgesetzt. Hierbei spielen z.B. der demografische Wandel oder Änderung der Anforderungen von Betrieben an die Auszubildenden aufgrund des technischen Fortschritts eine wichtige Rolle.

Deshalb ist es wichtig, das Berufsorientierungskonzept jährlich zu evaluieren und ggf. anzupassen.