„Erasmus+“-Reise nach Limoges- SchülerInnenberichte (04.10.- 11.10.2025)





Samstag 04.10. und Sonntag 05.10.:
Am Samstag, den 04.10.2025, begann unsere Reise nach Frankreich, früh am Morgen um 6:45 Uhr. Die Hinfahrt dauerte mehrere Stunden und führte uns, mit insgesamt drei Zügen, bis nach Limoges. Dabei saßen wir in der 1. Klasse, wo wir sogar mit kleinen Leckereien versorgt wurden. Um uns die Zeit zu vertreiben, schauten einige gemeinsam Serien, spielten Kartenspiele oder holten etwas Schlaf nach. Natürlich lief nicht alles nach Plan. Auf dem Weg nach Paris, mit der Deutschen Bahn, hatten wir eine Verspätung von rund 30 Minuten. Als wir dort gegen 15:30 Uhr ankamen, hieß es plötzlich: „Rennen!“. Mit unseren Koffern im Schlepptau sprinteten wir zur Metro und weiter zu unserem Zug. Erst um 20 Uhr erreichten wir schließlich Limoges. Trotz Müdigkeit machten einige mit ihren Gastfamilien noch eine kleine nächtliche Tour zu Fuß oder mit dem Auto durch die Stadt, bevor wir völlig erschöpft aber glücklich ins Bett fielen.
Am Sonntag, den 05.10.2025, starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit unseren Austauschpartner*innen in unseren ersten richtigen Tag in Limoges. Einige saßen entspannt in einem Restaurant am Fluss, tranken britischen Tee und beobachteten die Enten, während andere über einen Markt schlenderten und französische Spezialitäten wie Macarons probierten. Wieder andere besuchten ein Rugbyspiel, ein in Frankreich sehr beliebter Sport. Später, auf dem Weg zum gemeinsamen Burger essen, bekamen wir von einem der Austauschpartner noch eine spontane Speed-Tour durch ganz Limoges.
Geschrieben von: Sophie Casanova Castillo
Montag 06.10.2025
Am Montag war unser erster Tag in der Schule. Dort haben wir teils am Unterricht teilgenommen. Allerdings wurde uns in einer Gruppenaktivität mit einem Video die Schule vorgestellt. Da dieses aber auf Französisch war, gab es einige Teilnehmer*innen, die dieses nicht verstehen konnten. Nach einer anschließenden Tour durch die Schule, haben wir eine Fotorallye durch die Stadt in kleinen Gruppen gemacht. Nach dem Schultag verbrachten die meisten Zeit mit ihrer Gastfamilie.
Geschrieben von: Till Rzondetzko
Dienstag 07.10.2025
Am Dienstag, dem 07. Oktober, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die für zwei Aktivitäten eingeteilt wurden. Während eine Gruppe am Morgen mit einem Workshop zu bestäubenden Insekten startete, fing die andere mit einem Besuch im Aquarium an. Gegen Mittag wurde dann getauscht, sodass jeder beide Workshops einmal gemacht hatte. Bei dem Kurs über Insekten haben wir erst von der Leiterin einiges über diese Tiere erfahren und definiert, was bestäubende Insekten überhaupt sind. Danach konnten wir in kleinen Grüppchen durch einen bunten Garten mit vielen Blumen und Pflanzen gehen und sollten versuchen, die Insekten mithilfe einer Technik, die uns vorher beigebracht wurde, in kleinen Lupengläsern zu fangen. Bei dem Aquarium-Workshop liefen wir, wenige Minuten von der Schule entfernt, zum örtlichen Aquarium und starteten dann auch relativ schnell mit unserer Führung. Hierbei gab es zwei Guides, wobei der erste immer alles zuerst auf Französisch erklärte und eine andere für uns auf Englisch übersetzte. Hierbei erfuhren wir sehr viele interessante und teilweise auch sehr lustige Fakten über die Tiere, die dort leben. Was uns sehr gefiel, war, dass die meisten Tiere dort nicht aus dem Meer gefangen wurden, sondern aus schlechter Haltung kamen oder von den Menschen verlassen worden waren. Wir hatten im „Aquarium du Limousin“ die Möglichkeit, selber Fische zu füttern, was auf jeden Fall ein Highlight war. Nach dem anstrengenden aber tollen Tag gingen wir schließlich alle wieder zu unseren Gastfamilien nach Hause.
Geschrieben von: Amelie Kramer
Mittwoch 08.10.2025
Am Mittwoch waren wir morgens alle mit unseren Austauschpartner*innen im Unterricht. Mittwochs dauert der Unterricht am Lycée Gay-Lussac nur bis 9 oder 10 Uhr. Danach hatten wir den ganzen Tag Freizeit mit unseren Austauschpartner*innen und unseren Gastfamilien. Einige haben die Zeit genutzt, um die Innenstadt weiter zu erkunden, shoppen oder essen zu gehen. Dazu haben sich viele in kleineren oder größeren Gruppen zusammengetan und das noch recht warme und sonnige Wetter in Parks und Cafés genossen. Manche haben auch als Gruppe etwas gebacken und den Tag gemütlich zusammen verbracht.
Zwei von uns konnten den schönen Tag mit ihren Austauschpartner*innen nutzen, um die nicht allzu weit entfernte Großstadt Bordeaux zu erkunden. Besonders macht die Stadt ihre einzigartige Architektur aus, sowie der berühmte „Miror d’eau“, ein wenige Zentimeter tiefer Wasserspiegel vor dem „Place de la Bourse“, der für eine schöne Reflexion des Gebäudes sorgt.
Am Ende waren wir uns einig, dass der Mittwoch einer der schönsten Tage des Austauschs war, da wir so viel Freizeit hatten, wie an keinem anderen Tag, und den gesamten Tag nach unseren Vorstellungen gestalten konnten.
Geschrieben von: Freya Schmidt
Donnerstag 09.10.2025
Unser Tag begann an der Schule, wo wir gemeinsam auf den Bus warteten. Sobald wir eingestiegen waren, machten wir uns auf den Weg nach Montignac zur berühmten Höhle von Lascaux. Nach etwa 90 Minuten Fahrt erreichten wir unser Ziel und nahmen an einer spannenden Führung teil. In der eindrucksvollen Rekonstruktion Lascaux IV konnten wir die über 17.000 Jahre alten Höhlenmalereien entdecken, die zu den berühmtesten Kunstwerken der Jungsteinzeit gehören. Besonders beeindruckend waren die naturgetreuen Darstellungen von Pferden, Auerochsen und Hirschen, die uns einen faszinierenden Einblick in das Leben unserer frühen Vorfahren gaben. So verbrachten wir einen äußerst informativen und lehrreichen Vormittag. Nach der Besichtigung machten wir uns auf den Weg zum Bus und fuhren weiter zu unserem nächsten Ziel: La Roque Gageac. Das malerische Dorf liegt direkt am Ufer der Dordogne und zählt offiziell zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Die hohen, goldfarbenen Felswände hinter den Häusern und die atemberaubende Aussicht auf den Fluss verliehen dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre. Während unserer Mittagspause konnten wir die engen, verwinkelten Gassen erkunden und die typische regionale Architektur bewundern. Schließlich setzten wir unsere Reise fort und fuhren zum Château des Milandes, einem Renaissance- Schloss aus dem 15. Jahrhundert. Besonders bekannt wurde es durch die berühmte Tänzerin, Sängerin und Widerstandskämpferin Josephine Baker, die hier viele Jahre lebte. Im Schloss erfuhren wir mehr über ihr außergewöhnliches Leben- von ihrer Karriere im Pariser Varieté über ihren Einsatz im französischen Widerstand bis hin zu ihrem Engagement für Menschenrechte. Die liebevoll gestalteten Räume und die weitläufigen Gärten machten den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Am Ende des Tages waren wir alle fix und fertig und waren froh, wieder zurück zu sein.
Geschrieben von: Hannah Blinkmann
Freitag 10.10.2025
Am Freitag, den 10. Oktober, hatten wir leider schon unseren letzten ganzen Tag in Limoges. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Während die eine Gruppe neue Pflanzen im Teich gepflanzt hat, haben die Leute der anderen Gruppe am Unterricht teilgenommen. Am Nachmittag wurde dann getauscht. Wir haben viele tolle Pflanzen gepflanzt und das Wasser des Teiches ausgetauscht, nachdem wir leider einige Goldfische begraben mussten. Am Abend gab es eine kleine Abschiedsfeier in der Schule, bei der jede*r etwas zum Buffet beitragen hat. Es wurde Musik gemacht, gegessen, getanzt, gelacht, geweint. Ein toller Abschluss für eine solch wunderschöne Woche.
Geschrieben von: Anni Ludwigs
Samstag 11.10.2025
Der letzte Tag unseres Frankreichaustauschs war der 11. Oktober und zugleich der Abreisetag. Bereits gegen 6 Uhr morgens standen alle auf und machten sich direkt auf den Weg zum Bahnhof in Limoges. Dort verabschiedeten wir uns von unseren Austauschpartner*innen. Der Abschied war für viele sehr emotional und es flossen zahlreiche Tränen, da wir uns nur ungern voneinander trennten. Danach begann die lange Rückfahrt mit dem Zug nach Lüneburg. Die Fahrt dauerte etwa 13 Stunden und wir mussten insgesamt viermal umsteigen. Teilweise saßen wir im Ruheabteil eines ICEs, zwischendurch durften wir sogar in der 1. Klasse fahren. Um die Zeit zu überbrücken, spielten wir in Kleingruppen Spiele wie Impostor, Gartic Phone und Wizard. Einige drehten außerdem einen Vlog, bei dem eine Person während der gesamten Fahrt – von 8 bis 20 Uhr – in jeder Stunde jeweils eine Madeleine aß. Viele hatten außerdem noch reichlich Essen von ihren Austauschfamilien für die Fahrt mitbekommen, sodass die Rückreise gut versorgt verbracht werden konnte. Am Abend erwarteten uns schließlich unsere Eltern am Bahnhof in Lüneburg, um uns nach Hause zurückzubringen.
Geschrieben von: Frieder Fuhrmann