Partielle Sonnenfinsternis: MINT-Klassen beobachten Himmelsschauspiel am letzten Ferientag (12. August 2026)

Partielle Sonnenfinsternis: MINT-Klassen beobachten Himmelsschauspiel am letzten Ferientag (12. August 2026)

Ein besonderer Abschluss der Sommerferien: Am Mittwoch, den 12. August 2026, trafen sich mehr als 25 Schülerinnen und Schüler der beiden MINT-Klassen 10A und 10C, um gemeinsam die partielle Sonnenfinsternis über Lüneburg zu beobachten. Während der Mond die Sonne bei uns beim Maximum zu rund 85 Prozent verdeckte, verschwand sie in Teilen Spaniens sogar vollständig hinter dem Mond.

Treffpunkt am Ferienabend

Um 18:45 Uhr versammelte sich die Gruppe am Haupteingang – ein eher ungewöhnlicher Termin am letzten Ferientag. Von dort ging es gemeinsam in die Physikräume im zweiten Obergeschoss, die den besten Blick auf die tief stehende Sonne im Westen boten.

Auch das Wetter spielte mit: Bei kaum bewölktem Himmel waren die Voraussetzungen für die Beobachtung erfreulich gut. Ein kleines Hindernis gab es dennoch: Eine Hochspannungsleitung verlief genau durch die Beobachtungsrichtung. Ein eher ungewöhnliches Detail bei einer astronomischen Beobachtung – und vielleicht gerade deshalb ein besonderer Teil dieses Abends.

Die Sonne wird zur Sichel

Für die sichere Beobachtung standen verschiedene Teleskope und Sonnenprojektoren bereit. Außerdem war natürlich jede Schülerin und jeder Schüler mit einer Finsternisbrille ausgestattet.

Eine Besonderheit war das spezielle Sonnenteleskop. Mit ihm waren am Sonnenrand sogar Protuberanzen zu erkennen – gewaltige Bögen aus leuchtendem Plasma, die weit über den Sonnenrand hinausragen. So bot das Teleskop einen Blick auf unsere Sonne, wie er mit einer gewöhnlichen Finsternisbrille nicht möglich ist.

Um 19:14 Uhr begann dann das Naturschauspiel. Von Minute zu Minute schob sich der Mond weiter vor die Sonne. Besonders spannend war es, den Verlauf auf unterschiedliche Weise zu verfolgen: durch die Finsternisbrillen, an den Teleskopen und auf den Bildern der Sonnenprojektoren.

Gegen 20:08 Uhr erreichte die Finsternis in Lüneburg ihr Maximum. Nun war nur noch eine schmale Sonnensichel zu sehen – ein eindrucksvoller Anblick.

Lange blieb dafür allerdings nicht mehr Zeit: Die Sonne stand inzwischen sehr tief und verschwand gegen 20:30 Uhr hinter den Bäumen am Horizont. Damit war die direkte Beobachtung für die Gruppe beendet.

Totalität aus Spanien

Der astronomische Abend war damit aber noch nicht vorbei. Anschließend verfolgten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam einen Livestream der ESA aus Spanien. Dort war zu sehen, wie der Mond die Sonne vollständig bedeckte und für kurze Zeit die Totalität eintrat. So ließ sich unmittelbar vergleichen, wie unterschiedlich dasselbe Himmelsereignis von verschiedenen Standorten aus erscheint.

Betreut wurde die Beobachtung von Herrn Kiecksee mit Unterstützung von Frau Buchholz. So wurde aus dem letzten Abend der Sommerferien für die Schülerinnen und Schüler der beiden MINT-Klassen ein besonderer Ferienabschluss – mit Finsternisbrillen, Teleskopen und einem nicht alltäglichen Blick auf unsere Sonne.

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