Videokonferenzen – allgemeine Infos zur Beachtung (Stand 25.10.2020)

Aktuell sind Videokonferenzen sehr gefragt. Dabei werden die unterschiedlichsten Plattformen verwendet. Aber was sollte eine Schule oder Lehrkraft bei einer Videokonferenz beachten? Hier ist eine Liste wichtiger Infos, ein Dokument mit weiteren Infos und Ideen für eine Nutzerordnung zum Download sehen Sie weiter unten.
Das Wichtigste zuerst: Denken Sie daran, dass die häufigste Störungsquelle im privaten Netzwerk und der eigenen Technik zu finden ist. Dabei sind neben einer langsamen Internetanbindung z.B. das WLAN und parallel geöffnete Browser und Tabs die häufigste Ursache.

  1. Lesen Sie sich die AGBs der Anbieter von Plattformen für Videokonferenzen genau durch. Die DSGVO gilt selbstverständlich auch aktuell. Ist der Dienst in Europa beheimatet? Werden die Vorgaben der DSGVO eingehalten?
  2. Achten Sie darauf, dass Videokonferenzen auch von der Technik und dem Internetanschluss der Nutzer abhängig sind. Je mehr Teilnehmer eingeladen werden, desto problematischer wird es mit der Bildübertragung.
  3. Beachten Sie, dass die Videoqualität neben der Bandbreite des Internetanschlusses auch vom eigenen Netzwerk abhängig ist. Nutzen Sie möglichst eine kabelgebundene Anbindung an den Router und vermeiden Sie möglichst WLAN. Auch sollten die Mitbewohner während der Videokonferenz Streamingdienste und Onlinespiele vermeiden.
  4. Legen Sie vor einen Videokonferenz Verhaltensregeln fest. Wer darf wann sprechen? Sinnvollerweise sollten Webcam und Audio bei größeren Teilnehmerzahlen bis auf den Moderator abgeschaltet sein.
  5. Denken Sie daran, dass niemand verpflichtet werden kann, die eigene Webcam anzuschalten und freizugeben. Mit der Freischaltung der Webcam wird Einblick in die Privatsphäre genommen. Familienmitglieder könnten in den Bereich der Webcam treten und unbeabsichtigt gefilmt werden.
  6. Informieren Sie die Teilnehmer darüber, dass Videokonferenzen niemals mitgeschnitten werden dürfen. Die Verwendung von Software, die den Bildschirminhalt oder die Videokonferenzen aufnimmt, stellt einen Verstoß gegen die DSGVO und das Recht am eigenen Bild dar.
  7. Wenn Videokonferenzen mit SchülerInnen oder Klassen stattfinden sollen, dann erstellen Sie vorher eine Nutzerordnung und Verhaltensregeln. Informieren Sie die SchülerInnen über deren Rechte und Pflichten. Dazu sollten entsprechende Dokumente verfasst und allen bekannt gemacht werden.
  8. Videokonferenzen mit SchülerInnen sind besonders sensibel zu handhaben. Daher dürfen SchülerInnen z.B. nicht zur Freigabe der Webcam verpflichtet werden. Gleiches gilt auch für die Freigabe des Mikrofons. Seitens des MK sind Videokonferenzen auch nicht angedacht.
  9. Denken Sie auch daran, dass die Stabilität der Videokonferenz auch davon abhängt wieviele Nutzer gleichzeitig den Dienst verwenden. Wenn ganze Schulen den Dienst nutzen, wird es Probleme mit dem Datenstrom geben. Zu Stoßzeiten treten besonders viele Probleme auf.