Theaterstück Malte Anders: Das neue Unterrichtsfach „Homologie“

Am Donnerstag, den 23. September 2021, war der Kabarettist Timo Becker in der 3.und 4. Stunde in der Rolle von Malte Anders in seinem Theaterstück „Homologie“ in der Oberschule Hilter zu sehen. Den 8. Klassen sowie den 10. Klassen stellte er das Unterrichtsfach „Homologie“ in der Aula in verschieden Fächern wie in Biologie, Englisch, Deutsch oder in Erdkunde vor. Das Wort „Homologie“ beschreibt etwas, das im Grunde genommen gleich, aber doch ein wenig anders ist. Malte Anders erklärt den Schüler*innen, dass jemand einfach homosexuell ist, dies aber nicht erblich programmiert wurde. Doch auch im Englischen hat er die Schüler*innen über das Coming-out aufgeklärt, dies bedeutet im Deutschen herauskommen und zugleich, wie man es am besten seinem Umfeld beibringt, dass man homosexuell ist. Doch auch imFach Erdkunde erklärt Malte Anders den Schüler*innen, in welchen Ländern Homosexualität erlaubt oder verboten ist. Noch nicht in allen Ländern der Welt haben Homosexuelle die gleichen Rechte wie heterosexuelle. In vielen Ländern ist Homosexualität strafbar und muss im Stillen stattfinden.

Zudem ist es wichtig, dass man solche Themen wie Homosexualität, schwul, lesbisch oder sogar bisexuell zu sein, aufgreift und bearbeitet und offen darüber redet, anstatt jedem gegenüber, der anders ist, Vorurteile zu haben.

Nachdem der Kabarettist sein Theaterstück vorgeführt und die Schüler*innen trotz mancher Skepsis überzeugt hatte, durften die Schüler*innen und Lehrer*innen Fragen stellen, die er gerne beantwortete. Es wurden u. a. Fragen zu seinem Leben allgemein sowie das Leben als Homosexueller gestellt.

Es war ein sehr interessanter Vortrag und darüber ein lustiges, spannendes und gelungenes Theaterstück. Wir freuen uns, Timo Becker als Malte Anders hoffentlich bald wieder in der Oberschule Hilter begrüßen zu dürfen!

Bericht: Marga Marie Bosse, Klasse 10b

Interview mit Herrn Thele

Wir aus der Homepage-AG haben uns überlegt, im kommenden Schuljahr mit verschiedenen  Personen Interviews zu führen. Das erste der Reihe ist ein Interview mit dem neuen Konrektor Herrn Thele.

Ein Interview mit Herrn Thele

Wie kamen Sie zu der Entscheidung, Lehrer zu werden?

Herr Thele ist nur durch reinen Zufall zu dem Entschluss gekommen Lehrer zu werden. Durch sein reges Interesse an Geschichte bzw. Ägypten. Dadurch, dass er viele Führungen nach Ägypten mitmachte und dort den Menschen sein Wissen gelehrt hatte, kam er zu dem Entschluss, Lehrer sein wäre doch eigentlich ein passender Job für ihn.

 Welche Schulfächer machten Ihnen als Schüler am meisten Spaß?

Die Unterrichtsfächer Geschichte sowie Sport waren früher seine Lieblingsfächer. Da heute Erdkunde, Physik, Geschichte sowie Sport unterrichtet kann man sagen, dass er die Fächer heute immer noch gern hat.

Wo haben Sie vorher gearbeitet?

Herr Thele erzählte von seiner früheren Schule, die eine Privatschule innerhalb der Hauptstadt Kairo war, sie war auch eine Europaschule. Innerhalb der Zeit, in der er dort als Lehrer arbeitete, wohnte Herr Thele auch dort mit seiner Familie. Unter anderem erzählte er weiter, dass er auch zwar nicht fließend, doch relativ gut Ägyptisch-Arabisch sprechen kann.

 Warum haben Sie sich an der Oberschule Hilter beworben?

Herr Theles ehrliche Antwort auf diese Frage war, dass er sehr gerne eine Stelle als Konrektor haben wollte. Außerdem meinte Herr Thele, dass er eine Schule suchte, die in der Nähe seines Heimatortes Bad Laer sei und noch dazu eine schöne Landschaft darum herum habe. So ist also die Oberschule Hilter in seinen Fokus gerückt und er hat es geschafft, die Stelle zu bekommen.

 Was macht Ihnen besonders viel Spaß an ihrer Arbeit?

Abwechslung in den Tag zu bringen genauso wie mehr Verantwortung als normal zu übernehmen war die Antwort des neuen Konrektors. Doch durch mehr Verantwortung kommt leider der Job als Lehrer etwas zu kurz. Wer mehr Verantwortung übernehmen möchte, muss einen Teil des alten Jobs aufgeben.

Wo würden Sie am liebsten einmal hinreisen?

Australien. Hier sagte Herr Thele: „In Australien war ich noch nie, doch ich möchte da unbedingt mal Urlaub machen“.

 Wenn Sie 3 Wünsche frei hätten, welche wären es?

Frieden auf der ganzen Welt sowie Unsterblichkeit und mehr wissen, ob es Außerirdische irgendwo da draußen gibt. Dieses waren sehr realistische, aber auch ausgefallene Wünsche, die Herr Thele geäußert hat.

 Was glauben Sie, lieben Schüler*innen an Ihnen?

Herr Thele sagte, die Schüler*innen, die er hatte und auch jetzt habe, würden sagen, er sei ein fairer Lehrer oder ein nicht ganz normaler Lehrer, der nicht immer das gleiche macht und immer mal wieder neue Wege einschlägt.

 Was glauben sie mögen, Schüler*innen nicht an Ihnen?

Dazu, was die Schüler*innen nicht an ihm mögen, meinte er nur, „Ich bin zu pünktlich, streng, er gehe nur nach den vorgegebenen Vorschriften und mache zu langweiligen Geschichtsunterricht“.

 Was würden Sie sich für die Schule für die Zukunft wünschen?

Was Herr Thele zu der Zukunft der Oberschule meinte, ist dass die Schule einfach viel zu wenig Platz zu Verfügung hat, was schon in machen Fluren zu spüren ist und man dort unbedingt etwas machen sollte. Aber doch auch möchte er, dass die Oberschule Hilter eine ganz berühmte Schule werden soll, wo man seine Kinder unbedingt anmelden möchte.

 Was bedeutet für Sie die Konrektor-Stelle in einer Oberschule?

Die Konrektorenstelle an der Oberschule Hilter zu haben bedeutet für Herrn Thele, dass er das Bindeglied zwischen dem Kollegium und der Schulleitung sowie den Elternvertreter*innen ist. Doch auch, dass er viel organisiert. Herr Thele hofft auch auf gute Zusammenarbeit mit dem Lehrer Kollegium, der Schulleitung und der Elternvertretung.

Das Interview führte M.Bosse und bedankt sich für ein gutes Interview.

 

Teamtage Jahrgang 5

Der Bogen wird vorsichtig gespannt, der Pfeil trifft sein Ziel und der Luftballon zerplatzt. Die Schüler*Innen jubeln, denn Herr Röwekamp hat bei einer bestimmten Anzahl an Treffern versprochen, in der nächsten Deutschstunde keine Hausaufgaben aufzugeben. Aber wie kam es dazu?

Vom 28.09. bis zum 01.10. war das „Team Erleben“ an der Oberschule Hilter zu Gast. Da die neuen fünften Klassen dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie keine Kennlernfahrt antreten können, sollten sie sich zumindest an ganztägigen Kennlerntagen noch besser kennenlernen. So durften beide Klassen an jeweils zwei Tagen ihre Schulsachen zu Hause lassen und an vielen Aktionen und Spielen unter der Leitung von Falko Schröder teilnehmen. Zum Glück spielte das Wetter einigermaßen mit, denn die meiste Zeit verbrachten die Klassen im nahegelegenen Wald am Hollenberg.

Die Schüler*Innen durften sich im Bogenschießen ausprobieren, eine Waldmurmelbahn bauen, einen über acht Meter hohen Baum beklettern und vieles mehr. Neben den größeren Aktionen standen zudem viele kleinere Spiele, Übungen und Reflexionsphasen im Mittelpunkt, in denen ein gegenseitiges Vertrauen und das Gemeinschaftsgefühl weiter aufgebaut wurde.

Vermutlich hatten auch die Eltern etwas von dieser Aktion, denn am Ende des Tages machte sich bei vielen Schüler*Innen eine gewisse Müdigkeit breit, sodass es danach zu Hause sicher etwas ruhiger als sonst zuging.

 

Babys wickeln – kein Problem!

Babys wickeln – kein Problem!

Am Ende des Schuljahres 20/21 erhielt die Oberschule Besuch von den Schüler*innen der evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik. Eine ganze Schulklasse unterrichtete unter der Leitung von Silvia Retta-Juchem 20 interessierte Achtklässler*innen im Umgang mit Babys und Kleinkindern. Es ging nicht nur um Windeln wechseln und eine Babytrage anlegen, sondern auch um die Beschäftigung mit den Kleinkindern. Spiele und gemeinsame Malaktionen wurden durchgeführt. In Kleingruppen konnten die Oberschüler*innen an unterschiedlichen Workshops teilnehmen. Am Ende der Veranstaltung erhielten die Schüler*innen ein Zertifikat über das Erlernte – 20 frischgebackene Babysitter warten nun auf eine Beschäftigung.

Einschulung der fünften Klassen

Einschulung am 03.09.2021 in der Oberschule Hilter

Am Vormittag des 03.09. warteten 39 neue Fünftklässler auf ihre erste Schulstunde. Alle neuen Schüle*innen und deren Eltern kamen getestet, geimpft oder genesen mit Maske in die Aula der OBS Hilter. Die Aula war schön mit Schmetterlingen und Sonnenblumen geschmückt, die Sonne strahlte vom Himmel. Marvin Wagner aus der 6. Klasse begrüßte die aufgeregten Kinder mit einem Klaviervorspiel. Der offiziellen Begrüßung durch die Schulleiterin Ute Haehnel folgte der Cup Song, der von Melina Schöbel und Teri Fischer aufgeführt wurde. Warum der kleine Schmetterling so traurig war, erzählt eine Geschichte, die die Schulleiterin vortrug. Er fliegt von Tier zu Tier und stellt fest, dass alle außer ihm etwas können. Die Spinne bringt ihn schließlich auf die Idee, welche tollen Eigenschaften ein Schmetterling sein Eigen nennen kann. Die Positivste ist, dass er alle erfreut, wenn er durch die Gegend fliegt. Und so hat jeder seine Stärken, die in der Schule in jedem Fall erkannt werden.

Besondere Stärken zeigten die sechs Siebtklässlerinnen, die mit Hilfe von Britta Kuper einen Tanz für die neuen Schüler*innen einstudiert hatten. Die Aufteilung der Klassen war allen schon bekannt, trotzdem standen sie zum ersten Mal für ein Foto nebeneinander und nahmen gemeinsam am ‚richtigen‘ Unterricht teil. Während alle Schüler*innen in ihrer Klasse unterrichtet wurden, hatten die Eltern die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Getränken, die von der Schülerfirma der 10. Klassen unter der Leitung von Tim Meinen vorbereitet worden waren, sich auszutauschen. Nach dem Unterricht nahmen alle Eltern ihre fröhlichen Kinder wieder in Empfang.

46 Schüler*Innen verlassen die Oberschule Hilter

Am 02.07.2021 wurden 46 Schülerinnen und Schüler mit einer Feier auf dem Schulhof von unserer Schule verabschiedet. Einen ausführlichen Bericht aus der NOZ und einige Impressionen finden Sie nachfolgend.

Quelle: NOZ

Jugendliche lernen Höcker Polytechnik digital kennen

Die Höcker Polytechnik GmbH, einer der europaweit führenden Hersteller von Absaug- und Filteranlagen für die Recycling-, Entsorgungs- und Umwelttechnik, geht einen neuen Weg bei der Nachwuchsgewinnung: Das Unternehmen aus Hilter unterzeichnete jetzt einen Kooperationsvertrag mit der Oberschule Hilter, um die Berufsorientierung junger Menschen weiter zu verbessern. Begleitet wird die Zusammenarbeit von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit.

Rund 220 Mitarbeitende hat Höcker Polytechnik an seinem Standort in Hilter sowie in den Vertriebsbüros und Montagestützpunkten – fast ausschließlich Fachkräfte. Die Entwicklung und das Engineering der komplexen lufttechnischen Anlagen erfolgt ausschließlich in Deutschland. „Fachkräftegewinnung und –sicherung ist deshalb für uns ein zentrales Thema“, betonte Geschäftsführer Christian Vennemann. Gemeinsam mit der Oberschule Hilter wolle man das Interesse der Schülerinnen und Schüler an den fünf Ausbildungsberufen und dualen Studienmöglichkeiten im Unternehmen wecken. „Dafür haben wir gemeinsam mit der MaßArbeit einen Projektplan entwickelt, der die Neugier der Jugendlichen weckt und gleichzeitig berufspraktische Kenntnisse vermittelt“, so Schulleiterin Ute Haehnel: „Unsere Jugendlichen erhalten alltagstaugliche Einblicke in die technischen, aber auch in die kaufmännischen Ausbildungen bei Höcker Polytechnik und können ihre Stärken und Interessen erkunden.“

Fotograf: Hermann Pentermann

Viele junge Menschen wüssten nicht, was für spannende Unternehmen und Karrierechancen in der Region auf sie warteten, betonte MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers: „Jede Kooperation zwischen einer Schule und einem Betrieb trägt zur Fachkräftesicherung bei und stärkt den Wirtschaftsstandort Osnabrücker Land.“ Die Oberschule Hilter zeige mit inzwischen drei Partnerschaften vorbildlich, wie praxisnahe Berufsorientierung gestaltet werden könne, so Hellmers. Doch auch das inhabergeführte Familienunternehmen Höcker Polytechnik ist ausgesprochen aktiv im Bildungsbereich. Es engagiert sich unter anderem in der EU-geförderten Unternehmerinitiative Let’s MINT e.V., die mit einem ganzheitlichen Programm junge Menschen für technische Themen und Berufswege begeistern will.

Der Projektplan der neuen Kooperation ist abwechslungsreich: Bei „Berufe im Unterricht“ lernen die Oberschüler anhand von typischen simulierten Arbeitsplätzen verschiedene Professionen sowie Branchen kennen und lösen praktische Arbeitsaufträge. Beim Projekt „Praxis im Betrieb“ erhalten die Jugendlichen dann im Unternehmen anhand von Praxisstationen einen Überblick über die Ausbildungsberufe bei Höcker Polytechnik. Dabei werden sie von Azubis und Mitarbeitenden unterstützt. In einem weiteren Projekt können die künftigen Berufseinsteiger mit Verantwortlichen der Firma Höcker erfolgreiche Vorstellungsgespräche trainieren. Doch auch die Mütter und Väter der Jugendlichen stehen im Fokus: Bei einer Veranstaltung informieren Vertreter von Höcker Polytechnik und weiteren regionalen Betrieben rund um die Themen Bewerbung, Vorstellungsgespräch, Anforderungen an Azubis sowie Verdienst- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

„Ganz wichtig in Pandemiezeiten: Jeder Baustein des Projektplans ist auch kontaktarm umzusetzen“, betonte Annika Schütte von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit. Digitale Berufsorientierung müsse nicht kompliziert oder aufwendig sein, sondern sich an den Interessen und Bedarfen der Schülerinnen und Schüler orientieren. „Ein gutes Beispiel hierfür ist das digitale Bewerbungscoaching von Höcker Polytechnik – eine Videokonferenz wird zum Einzelcoaching mit individueller Förderung“, so Schütte zufrieden.

Text: Pressemitteilung Landkreis Osnabrück

Autorenlesung mit Dirk Reinhardt: Perfect Storm

Auch in diesem Jahr konnten wir Dirk Reinhardt wieder zu einer Lesung begrüßen. Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie war es möglich, die Lesung live stattfinden zu lassen. Am 11.05. stellte der erfolgreiche Jugendbuchautor den beiden 9. Klassen seinen neuen Jugendroman ‚Perfect Storm‘ vor. Zunächst berichtete er, dass ihm die Idee für das Buch auf einer Lesung in einer Schule vor ca. zwei Jahren gekommen sei. Seitdem hat er für den neuen Roman recherchiert, der sich weitestgehend mit dem Internet und seinen Möglichkeiten und Abgründen auseinandersetzt. Zur Recherche musste er sich wiederholt im Darknet bewegen und aufpassen, nicht versehentlich auf einen verbotenen Link zu geraten.

Das Buch handelt von sechs Jugendlichen, die über alle Erdteile verstreut sind und sich über ein Internetspiel kennenlernen. Sehr anschaulich werden die Protagonisten des Romans vorgestellt. Alle tragen landesübliche Vollgesichtsmasken und haben statt ihres eigentlichen Namens Pseudonyme. Alle bewegen sich aus unterschiedlichen Beweggründen    im Internet und in dem fiktiven Fantasy-Rollenspiel.

Nach dem Besuch eines Mitspielers in seinem Heimatland dem Kongo, entschließt sich die Gruppe, die dort stetig begangenen Menschenrechtsverletzungen im Bürgerkrieg zurückzuverfolgen und dagegen anzugehen. Sie stoßen dabei auf zwei große Konzerne in den USA, die gut an diesem Bürgerkrieg verdienen. Um diesen Firmen das Handwerk zu legen, beschließen sie, sich mit Hilfe ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten über das Internet in die Firmen zu hacken. Das bleibt nicht unbeobachtet und sie geraten in die Fänge der NSA.         

Wie es weitergeht, bleibt offen. Dirk Reinhardt versteht es, wie schon bei seinen letzten Lesungen in der Schule, die Spannung aufrecht zu erhalten und Interesse an dem sehr aktuellen Thema des Buches zu wecken.

Nach einer kurzen Fragerunde bedanken sich zwei Schülerinnen der 9. Klasse bei dem Autor mit einem kleinen Geschenk. Auf die Frage, woran er gerade arbeitet, gab er an, es sei das Thema Umwelt, mit dem er sich zurzeit auseinandersetze.

Wir würden uns freuen, ihn mit seinem nächsten Roman wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

OBS Hilter und Evangelischen Fachschulen kooperieren bei der Berufsorientierung

Sie wollen Jugendlichen gemeinsam die Berufe Erzieher*in und Sozialassistenz/sozialpädagogische Assistent*innen nahebringen (von links): Silvia Retta-Juchem, ESF-Lehrkraft, Gero Niebuhr, Berufsorientierungsbeauftragter der OBS Hilter, ESF-Schulleiterin Ulrike Kläfker, MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers, OBS-Schulleiterin Ute Haehnel und Katja Bielefeld von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit.
Foto: MaßArbeit / Hermann Pentermann

Nicht immer geht es bei Berufsorientierung für Jugendliche um Praktika oder Einblicke in den Berufsalltag in einem Unternehmen. Das zeigt die jetzt besiegelte Kooperation der Oberschule (OBS) Hilter und der Evangelischen Fachschulen (EFS) in Osnabrück. So rückt ein Baustein im umfangreichen Projektplan das Thema „Cybermobbing“ in den Fokus. „Wir wollen gemeinsam junge Menschen für die Berufe Erzieherin sowie Sozialassistenz/sozialpädagogische Assistentinnen begeistern. Berufsorientierung und –vorbereitung in diesem Bereich haben sehr viel mit der Stärkung sozialer Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu tun“, schildert OBS-Schulleiterin Ute Haehnel die Motivation der Partner.

Die Evangelischen Fachschulen Osnabrück bilden seit über 90 Jahren Erzieherinnen und Erzieher aus. „Mit dieser Breitbandausbildung haben Absolventen die Auswahl unter vielen interessanten Arbeitsfeldern von der Frühpädagogik bis zur Jugendhilfe“, beschreibt  EFS-Schulleiterin Ulrike Kläfker. Die Ausbildung spreche vielfältige Begabungen an und sorge für eine kontinuierliche Entwicklung von Persönlichkeit und Haltung: „In der gemeinsamen Projektarbeit wollen wir Jugendliche in der Berufsfindungsphase informieren und zur Auseinandersetzung mit ihren Fähigkeiten, Interessen und Zukunftsmöglichkeiten anregen,“ skizzierte die Pädagogin.

Die Kooperation ist im Rahmen des von Ulrike Kläfker geleiteten und dem Europäischen Sozialfonds (EFS) geförderten Projektes „Wir machen mehr AUS-Bildung – Fachkräfte für die KiTas!“ entstanden, an dem auch die Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit mitwirkt. „Die Servicestelle baut unter anderem Kooperationen zwischen den EFS und allgemeinbildenden Schulen auf, um die erziehenden Berufe für möglichst viele Jugendliche erfahrbar zu machen“, erklärte MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers. Er wies auf die starke Nachfrage des Arbeitsmarktes nach Fachkräften im Erziehungsbereich hin: „Mit bundesweit über einer Million Mitarbeitenden ist dieser Bereich der aktuell größte Wachstumsmarkt in der Bundesrepublik.“

Die Oberschule Hilter hat bereits eine Kooperation mit B.Braun Prolabor aus Hilter. „In Zusammenarbeit mit den EFS können wir unseren Jugendlichen jetzt auch im sozialen Bereich spannende Angebote machen“, so OBS-Berufsorientierungsbeauftragter Gero Niebuhr. Die neue Kooperation ist darüber hinaus Corona-fest: „Alle Module des Kooperationsplanes können bei Bedarf auch digital realisiert werden“, betonte Niebuhr. So beteiligten sich die EFS auch an der schulinternen Messe „Betriebe in der Schule BIDS“. Die Oberschule Hilter setzt die Messe in diesem Jahr ausschließlich digital um.

Doch der umfangreiche Projektplan bietet viele weitere Maßnahmen, wie einen Fachtag an den EFS oder einen Babysitter-Kurs. Besonders begeistert ist Katja Bielefeld von der Servicestelle Schule-Wirtschaft aber vom Planspiel Cybermobbing: „Zum einen werden die Jugendlichen für das Thema sensibilisiert, zum anderen findet spielerische Berufsorientierung statt, indem Ausbildungsinhalte aktiv in den Unterricht eingebunden werden“, so Bielefeld. Das Ergebnis sei eine Win-Win-Situation in vielfacher Hinsicht: Prävention, Berufsorientierung und Förderung der Soft Skills. 

§  Pressemitteilung Landkreis Osnabrück

Abschied – Feier nur im kleinen Kreis

Zum Ende des Halbjahres mussten wir uns von drei sehr liebgewonnenen Kolleg*innen trennen. Frau Kuhr verlässt uns nach 3,5 Jahren an der Schule. Sie war zunächst als Vertretungslehrkraft, dann als Inklusionshelferin tätig. Last but not not least hat sie ihr Referendariat bei uns sehr erfolgreich beendet. Sie wird nun eine feste Stelle in Quakenbrück antreten. Alles Gute für den Start an der neuen Schule.

Ursula Münnich geht nach 30 Jahren Schule in Borgloh – ein Fossil der Schullandschaft vor Ort. Nicht einmal von ihrer Klasse konnte sie sich richtig verabschieden – alles geht momentan nur online. Sie hat nicht nur die Realschule, sondern auch die Oberschule mit geplant und ihre Ideen in die Planung miteinfließen lassen. Die Aufgaben, die sie immer gerne übernommen hat, sei es als Organisatorin für die Waldrallye, als ehemaliges Personalratsmitglied oder als Mitglied des Schulvorstandes müssen nun von anderen Kolleg*innen übernommen werden. Sie wird uns fehlen.

Leider verlässt uns auch unser Konrektor Ralf Ackermann, der ebenfalls die Real- und Oberschule mit geplant und aufgebaut hat. Er war 17 Jahre in Borgloh als Konrektor an unserer Schule tätig. Gewandt in Wort und Schrift war er nach seinem Studium in Osnabrück bei der NOZ tätig, bevor er die Möglichkeit erhielt, an einer Schule in seinem Beruf eingesetzt zu werden. Als immer engagierter Lehrer hatte er bald die Möglichkeit, das Amt des Konrektors zu übernehmen, das er bis zu seinem 65. Lebensjahr konsequent und mit Bedacht ausgeübt hat. Wir werden ihn alle sehr vermissen.

Lange schon hatten das Kollegium und die Schüler*innen der Klasse 6b und 7a Aktionen zum Abschied von Frau Münnich und Herrn Ackermann geplant. Feiern wollte man, sich bedanken für die tolle gemeinsame Zeit, die man miteinander erlebt hat. Doch dann kam Corona und die Planungen wurden immer reduzierter, bis dann nur noch der Onlineabschied von den Klassen und ein kleinerer in Präsenz von wenigen Kolleg*innen übrigblieb. Dennoch gab es ein würdiges letztes Beisammensein.

Die kleine Feier wurde musikalisch von Frau Jahns am Klavier und Herrn Meinen an der Gitarre begleitet. Nach sehr einfühlsamen Dankesreden erhielten die Pensionäre ihre persönlichen Abschiedsgeschenke. Frau Münnich durfte sich u.a. über eine Decke mit dem aktuellen Klassenfoto ihrer Klasse freuen, Herr Ackermann erhielt u.a. Bücher mit individuell von jeder Lehrkraft gestalteten Seiten und  von der Klasse 6b ein Buch über den Ackinator, das sie auch selbst zusammengestellt hatte.

Nach der Überreichung der Urkunden wurde noch ein keiner Snack unter der Berücksichtigung der Hygienevorschriften eingenommen.

Die letzten Worte der Pensionäre waren: Wenn wir wieder dürfen, laden wir Euch und die anderen Kolleg*innen alle zu einem ‚richtigen‘ Abschied ein.

Darauf freuen wir uns schon – in mancherlei Hinsicht.