
Zweiter Sozialer Tag an der Oberschule Lastrup
Schülerinnen und Schüler der Oberschule Lastrup engagieren sich für schwer erkrankte Kinder und ihre Familien
Was kann ein einziger Arbeitstag bewirken? An der Oberschule Lastrup lautet die Antwort: sehr viel. Beim zweiten Sozialen Tag packten zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit an, arbeiteten in Betrieben oder halfen in privaten Haushalten. Ihren verdienten Lohn spendeten sie anschließend für einen guten Zweck. So wurde aus vielen kleinen persönlichen Einsätzen eine gemeinsame Hilfe für Menschen, die sie besonders dringend benötigen.
Ins Leben gerufen wurde der Soziale Tag vor zwei Jahren von Jessica Hülskamp und Jutta Riedemann. Der Gedanke dahinter geht weit über das Sammeln von Geld hinaus. Die Schülerinnen und Schüler sollen selbst aktiv werden, Verantwortung übernehmen und erleben, dass sie mit ihrer eigenen Zeit und ihrem Einsatz etwas für andere Menschen bewegen können. Besonders Kinder und Jugendliche, denen es aufgrund einer schweren Erkrankung nicht gut geht, sollen dadurch unterstützt werden.
Dass die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Engagement tatsächlich etwas bewegen können, zeigt die beeindruckende Spendensumme: 2.630 Euro kamen in diesem Jahr zusammen. Das Geld geht an den Ambulanten Hospizdienst Cloppenburg und unterstützt dort zwei besondere Projekte.
Eines davon ist die Familienbegleitung. Wenn ein Kind oder Jugendlicher schwer erkrankt und vielleicht nur noch eine begrenzte Zeit zu leben hat, verändert sich das Leben einer ganzen Familie. Sorgen, Ängste und Trauer bestimmen plötzlich den Alltag. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizdienstes begleiten in dieser schweren Zeit nicht nur die erkrankten Kinder und Jugendlichen, sondern stehen auch den Eltern, Geschwistern und anderen Angehörigen zur Seite. Sie schenken Zeit, Unterstützung und vor allem das Gefühl, mit dieser schwierigen Situation nicht alleine zu sein.
Auch das Projekt „Hospiz macht Schule“ wird durch die Spende unterstützt. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besuchen dabei Grundschulen und sprechen während einer Projektwoche mit den Kindern über Themen, die oft schwerfallen: Krankheit, Tod und Trauer. Dabei geht es darum, Ängste abzubauen, Fragen zuzulassen und den Kindern zu zeigen, dass auch traurige und schwierige Gefühle zum Leben dazugehören.
Damit die Schülerinnen und Schüler erfahren konnten, was mit ihrer Spende geschieht, besuchten Vertreterinnen und Vertreter des Ambulanten Hospizdienstes die Oberschule Lastrup. Sie berichteten von ihrer Arbeit und stellten insbesondere die beiden Projekte vor. Für viele Schülerinnen und Schüler wurde dadurch noch einmal deutlich, welche Bedeutung hinter ihrem Einsatz vom Sozialen Tag steckt.
Als die Höhe der Spende bekannt wurde, waren auch die Vertreterinnen und Vertreter des Hospizdienstes überrascht und sichtlich erfreut. 2.630 Euro – eine Summe, die zeigt, wie viel entstehen kann, wenn viele Menschen gemeinsam anpacken.
Für die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Lastrup ist die Spende deshalb mehr als nur ein Geldbetrag. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Engagement, Zusammenhalt und Mitgefühl etwas bewirken können. Ein Arbeitstag, viele helfende Hände und eine gemeinsame Idee können Familien in schweren Zeiten ein Stück Unterstützung schenken.
Darauf darf die gesamte Schulgemeinschaft der Oberschule Lastrup zu Recht stolz sein.