IServ: Tipps für die Anpassung in der Corona-Zeit

Aktuell ist es wichtig, dass Informationen leicht abrufbar sind und möglichst wenige Absprachen über Emails laufen müssen. IServ ist das eingeführte Lernmanagement-System in Braunschweig. Versetzen Sie sich in die Lage eines Schülers, der jetzt täglich Emails von seinen Lehrern bekommt. Geht man vom normalen Stundenplan aus, so sind das neben den normalen Infomails vllt. noch 6-7 Emails der Fachlehrkräfte mit Aufgaben, Informationen und Terminen. Das alles soll er im Überblick behalten. Einige IServ-Module werden für ihren eigentlichen Zweck aktuell nicht benötigt und können uns bei der Schulorganisation helfen. Hier ein paar Tipps, die auch für Grundschulen sinnvoll sein können. Da nicht an allen Schulen alle IServ-Pakete installiert wurden, habe ich daher die wichtigen Module im Überblick aufgelistet:

  1. IServ3-App: Nutzen Sie unbedingt den Komfort dieser App. Sie haben vollen Zugriff auf ihren IServ, Emails und Informationen.
  2. Email-Verteilerlisten: Über das Modul Adressbuch können Sie Verteilerlisten für Emails anlegen. Damit können Sie die Empfänger genau definieren. Der Vorteil: In einer Klassengruppe befinden sich i.d.R. Schüler und Lehrkräfte. Sie wollen ihre Email aber nur den Schülern zukommen lassen. Legen Sie eine Verteilerliste für die Klasse an und schließen Sie die Gruppe „Lehrer“ aus der Liste aus.
  3. Aufgabenmodul: Nutzen Sie es nach Möglichkeit für die Verteilung von Arbeitsaufträgen und Rückmeldungen. Neben der Abgabe von Dateien, kann man auch eine Abgabe durch das Eintippen in ein Textfeld (Textabgabe) einstellen. Das hilft die Emailflut einzudämmen. Außerdem können Sie mit den Klick auf „Herunterladen“ alle abgegeben Dateien als zip-Datei auf Ihrem Gerät speichern.
  4. Messenger: Ein recht neues Paket. Es ermöglicht ähnlich wie Whatsapp den Kontakt zu Lehrkräften und Schülern. Dafür ist der Messenger datenschutzkonform.
  5. Videokonferenz: Ein ganz neues Modul. Es hilft den Lehrkräften, um sich im Team auszutauschen. Mit Schülern kann man sich dort ebenfalls in Verbindung setzen. Und auch hier gilt, dass das System absolut datenschutzkonform ist. Aber Vorsicht: Ich empfehle keinen videogestützten Unterricht. Schauen Sie sich unbedingt die Hinweise zu Videokonferenzen an. z.B. auf https://wordpress.nibis.de/mzbs/videokonferenzen-allgemeine-infos/
  6. Klausurplan: Im Normalbetrieb werden hier Klassenarbeiten eingetragen. Nehmen Sie die Restriktionen aus dem Tool heraus, stellen Sie die Anzahl der Klausuren pro Tag und Woche hoch. Wie das geht, sehen Sie, wenn Sie das Modul anklicken und dann auf das Fragezeichen oben rechts klicken. Jetzt können Sie hier Sprechzeiten und Termine für Videokonferenzen eintragen. Der Vorteil: Der Schüler bekommt einen eigenen Kalender für diese Termine beim Login am rechten Bildschirmrand angezeigt. Außerdem ist es jetzt auch möglich, dass ein Schüler an einem Termin mehrere „Klausuren“ schreibt. Das könnte sinnvoll sein, wenn die Mathekollegin und der Musiklehrer zur gleichen Zeit eine freiwillige Sprechzeit anbieten.
  7. Buchungsmodul: In der letzten Zeit bin ich in vielen Videokonferenzen. Das ärgerliche dabei ist, dass ich die Termine entweder per Email erhalte oder mühsam auf der jeweiligen Plattform suchen muss. Und dann habe ich plötzlich zwei Konferenzen zeitgleich. Legen Sie im Buchungsmodul unter „Allgemein“ einen Eintrag „Videokonferenzen“ an. Nun können Sie unter „Anzahl“ festlegen wieviele Videokonferenzen mit Schülern zeitgleich stattfinden können. Und dann sieht man beim Eintragen auf einen Blick wann sich welche Klassen in einer Videokonferenz befinden. Ob diese Videokonferenz dann tatsächlich über das Modul oder als Chat über den Messenger abläuft, ist vollkommen gleich. Für die Bestimmung der Anzahl der Buchungssmöglichkeiten würde ich für jede Klasse eine Videokonferenz zählen. Klassenübergreifende Kurse müssten schauen aus wievielen Klassen ihr Kurs sich zusammen setzt.

Bsp: Musik in der 5A wird als „Musik 5A“ eingetragen und eine Videokonferenz gebucht. Französich mit SuS der Klassen 7a und 7b wird als „Franz 7a und 7b“ mit der Buchung von 2 Räumen eingetragen.
Für die Jahrgänge 12 und 13 würde ich jeweils einen eigenen Eintrag im Modul machen und dann dort nach Bedarf die Anzahl festlegen. Leider kann man hier Überschneidungen nicht so einfach vermeiden wie in Klassenverbänden. Daher würde ich hier wahrscheinlich empfehlen, dass die Konferenzen nur zu den Terminen laut Stundenplan stattfinden sollen. Über Ausnahmen von der Regel muss sich das Jahrgangsteam verständigen.

Organisations-Tipps:
– Aufgaben für Schüler: Einigen Sie sich im Kollegium darauf, wann genau Aufgaben und Informationen bereit gestellt werden.
Mein Tipp: Stellen Sie bei Aufgaben den Starttermin auf 07.30 Uhr.
Mein Tipp: Jede Lehrkraft stellt nur an einem Tag in der Woche Material für seine Lerngruppe bereit. Lehrkräfte von Langfächern vllt. zweimal. Die Dauer sollte dann vllt. bei 30 Minuten liegen. Somit häufen sich die Aufgaben nicht an einem Tag und der Zeitaufwand für die Bearbeitung ist leichter festzulegen. Dann muss der Klassenlehrer nicht alle Aufgaben seiner KollegInnen einzeln überprüfen.
Informationsweiterleitung an Kollegium, Lehrkräfte und Schüler.
Mein Tipp: Legen Sie fest, dass wichtige Informationen um 14.00 Uhr bereit stehen. Dann wissen alle Nutzer verlässlich wann neue Informationen bereit stehen. Sie möchten ja auch nicht rund um die Uhr Ihre Emails überprüfen müssen.