Autorenlesung mit Dirk Reinhardt: Perfect Storm

Auch in diesem Jahr konnten wir Dirk Reinhardt wieder zu einer Lesung begrüßen. Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie war es möglich, die Lesung live stattfinden zu lassen. Am 11.05. stellte der erfolgreiche Jugendbuchautor den beiden 9. Klassen seinen neuen Jugendroman ‚Perfect Storm‘ vor. Zunächst berichtete er, dass ihm die Idee für das Buch auf einer Lesung in einer Schule vor ca. zwei Jahren gekommen sei. Seitdem hat er für den neuen Roman recherchiert, der sich weitestgehend mit dem Internet und seinen Möglichkeiten und Abgründen auseinandersetzt. Zur Recherche musste er sich wiederholt im Darknet bewegen und aufpassen, nicht versehentlich auf einen verbotenen Link zu geraten.

Das Buch handelt von sechs Jugendlichen, die über alle Erdteile verstreut sind und sich über ein Internetspiel kennenlernen. Sehr anschaulich werden die Protagonisten des Romans vorgestellt. Alle tragen landesübliche Vollgesichtsmasken und haben statt ihres eigentlichen Namens Pseudonyme. Alle bewegen sich aus unterschiedlichen Beweggründen    im Internet und in dem fiktiven Fantasy-Rollenspiel.

Nach dem Besuch eines Mitspielers in seinem Heimatland dem Kongo, entschließt sich die Gruppe, die dort stetig begangenen Menschenrechtsverletzungen im Bürgerkrieg zurückzuverfolgen und dagegen anzugehen. Sie stoßen dabei auf zwei große Konzerne in den USA, die gut an diesem Bürgerkrieg verdienen. Um diesen Firmen das Handwerk zu legen, beschließen sie, sich mit Hilfe ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten über das Internet in die Firmen zu hacken. Das bleibt nicht unbeobachtet und sie geraten in die Fänge der NSA.         

Wie es weitergeht, bleibt offen. Dirk Reinhardt versteht es, wie schon bei seinen letzten Lesungen in der Schule, die Spannung aufrecht zu erhalten und Interesse an dem sehr aktuellen Thema des Buches zu wecken.

Nach einer kurzen Fragerunde bedanken sich zwei Schülerinnen der 9. Klasse bei dem Autor mit einem kleinen Geschenk. Auf die Frage, woran er gerade arbeitet, gab er an, es sei das Thema Umwelt, mit dem er sich zurzeit auseinandersetze.

Wir würden uns freuen, ihn mit seinem nächsten Roman wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

OBS Hilter und Evangelischen Fachschulen kooperieren bei der Berufsorientierung

Sie wollen Jugendlichen gemeinsam die Berufe Erzieher*in und Sozialassistenz/sozialpädagogische Assistent*innen nahebringen (von links): Silvia Retta-Juchem, ESF-Lehrkraft, Gero Niebuhr, Berufsorientierungsbeauftragter der OBS Hilter, ESF-Schulleiterin Ulrike Kläfker, MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers, OBS-Schulleiterin Ute Haehnel und Katja Bielefeld von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit.
Foto: MaßArbeit / Hermann Pentermann

Nicht immer geht es bei Berufsorientierung für Jugendliche um Praktika oder Einblicke in den Berufsalltag in einem Unternehmen. Das zeigt die jetzt besiegelte Kooperation der Oberschule (OBS) Hilter und der Evangelischen Fachschulen (EFS) in Osnabrück. So rückt ein Baustein im umfangreichen Projektplan das Thema „Cybermobbing“ in den Fokus. „Wir wollen gemeinsam junge Menschen für die Berufe Erzieherin sowie Sozialassistenz/sozialpädagogische Assistentinnen begeistern. Berufsorientierung und –vorbereitung in diesem Bereich haben sehr viel mit der Stärkung sozialer Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu tun“, schildert OBS-Schulleiterin Ute Haehnel die Motivation der Partner.

Die Evangelischen Fachschulen Osnabrück bilden seit über 90 Jahren Erzieherinnen und Erzieher aus. „Mit dieser Breitbandausbildung haben Absolventen die Auswahl unter vielen interessanten Arbeitsfeldern von der Frühpädagogik bis zur Jugendhilfe“, beschreibt  EFS-Schulleiterin Ulrike Kläfker. Die Ausbildung spreche vielfältige Begabungen an und sorge für eine kontinuierliche Entwicklung von Persönlichkeit und Haltung: „In der gemeinsamen Projektarbeit wollen wir Jugendliche in der Berufsfindungsphase informieren und zur Auseinandersetzung mit ihren Fähigkeiten, Interessen und Zukunftsmöglichkeiten anregen,“ skizzierte die Pädagogin.

Die Kooperation ist im Rahmen des von Ulrike Kläfker geleiteten und dem Europäischen Sozialfonds (EFS) geförderten Projektes „Wir machen mehr AUS-Bildung – Fachkräfte für die KiTas!“ entstanden, an dem auch die Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit mitwirkt. „Die Servicestelle baut unter anderem Kooperationen zwischen den EFS und allgemeinbildenden Schulen auf, um die erziehenden Berufe für möglichst viele Jugendliche erfahrbar zu machen“, erklärte MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers. Er wies auf die starke Nachfrage des Arbeitsmarktes nach Fachkräften im Erziehungsbereich hin: „Mit bundesweit über einer Million Mitarbeitenden ist dieser Bereich der aktuell größte Wachstumsmarkt in der Bundesrepublik.“

Die Oberschule Hilter hat bereits eine Kooperation mit B.Braun Prolabor aus Hilter. „In Zusammenarbeit mit den EFS können wir unseren Jugendlichen jetzt auch im sozialen Bereich spannende Angebote machen“, so OBS-Berufsorientierungsbeauftragter Gero Niebuhr. Die neue Kooperation ist darüber hinaus Corona-fest: „Alle Module des Kooperationsplanes können bei Bedarf auch digital realisiert werden“, betonte Niebuhr. So beteiligten sich die EFS auch an der schulinternen Messe „Betriebe in der Schule BIDS“. Die Oberschule Hilter setzt die Messe in diesem Jahr ausschließlich digital um.

Doch der umfangreiche Projektplan bietet viele weitere Maßnahmen, wie einen Fachtag an den EFS oder einen Babysitter-Kurs. Besonders begeistert ist Katja Bielefeld von der Servicestelle Schule-Wirtschaft aber vom Planspiel Cybermobbing: „Zum einen werden die Jugendlichen für das Thema sensibilisiert, zum anderen findet spielerische Berufsorientierung statt, indem Ausbildungsinhalte aktiv in den Unterricht eingebunden werden“, so Bielefeld. Das Ergebnis sei eine Win-Win-Situation in vielfacher Hinsicht: Prävention, Berufsorientierung und Förderung der Soft Skills. 

§  Pressemitteilung Landkreis Osnabrück