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Geheimsache Igel

Wurzel trinkt noch einen Schluck Wurzelsaft, bevor es losgeht.

Krümel erklärt uns, dass sie und Wurzel einen Zirkus gründen wollen.

Krümel stellt die erste Übung vor, jongliert und bezieht die Kinder mit ein.  Trommelwirbel.

Die Kinder sind involviert, ihr Lebensbereich ist angesprochen. Alle kennen einen Zirkus. Konzentration, Faszination. Alle Schüler sind gebannt. Schnell wird klar, was die Botschaft des Stückes sein soll. Während Krümel jongliert, kommt ein Mann und legt den Arm um Krümel. Mit Lockmitteln wie Gummibärchen und Schokolade versucht er, Krümel zu locken bis hin zur Playstation. Während die Kinder bei der Berührung noch intuitiv ‚iiih“ rufen, sind sie bei den Versprechungen ganz still.

Irritationen werden durch Farben dargestellt. Krümels Bauchgefühl sagt, dass etwas nicht stimmt, aber sie kann nicht genau sagen, was. Geschickt werden die Farben „blau“ und „gelb“ eingesetzt. Ganz schleichend wird Krümel mit blauen Dingen gelockt, bis schließlich alles blau ist und sie in die  blaue Kiste steigt.

Nach  einer Weile kommt sie wieder raus, sehr verwirrt. Sie ruft Wurzel an und erzählt, was passiert ist. Wurzel und Krümel spielen mit vertauschten Rollen nach, was Krümel passiert ist. Krümel lernt „Nein“ zu sagen. Alle Lockmittel werden weggeworfen.

Der „Blaue Fiesling“ kommt wieder und setzt Krümel erneut unter Druck. Krümel sagt „Nein“. Die Kinder helfen ihr dabei.

Abgeschlossen wird das Stück in der Rahmenhandlung „Zirkus“.

Pädagogisch abgerundet, stellen die Schauspieler Fragen und gehen sicher, dass auch alles verstanden wurde.

Anlocken, Bestechen, Erpressen. Die Kinder sprechen über richtiges und falsches Verhalten.

Ein sehr lebendiges Theaterstück (für die Klassen 3a und 3b), nah am Kind, geht zu Ende. Zeit zum Fragen nutzen die Kinder, um persönliche Informationen von den Schauspielern zu erfahren, aber auch, um auszutauschen, welche Möglichkeiten es gibt, sich zu verteidigen.

Beate Krusche