Übergabe des Antrags zur Anerkennung von Victoria Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt als „Gerechte unter den Völkern“ in der Botschaft des Staates Israel in Berlin

Am 27.07.2022 war es soweit: Die Leiter des Projektes „Stille Heldin: Victoria Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt“ Petra Natelberg, Anna Lüsing-Hauert, Paul Thoben und Sandra Schulte übergaben der israelischen Botschaft einen Antrag zur Anerkennung von Victoria Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt als Gerechte unter den Völkern.

Nachdem alle Dokumente zur Anerkennung gesammelt und der Antrag fertiggestellt war, nahm die Heinrich-Middendorf-Oberschule Aschendorf Kontakt mit der Botschaft des Staates Israel in Berlin auf und bat um einen Termin, um die Unterlagen persönlich zur Weiterleitung an Yad Vashem übergeben zu können. Groß war die Freude als kurze Zeit später ein Anruf von Sandra Witte, Mitarbeiterin der Presseabteilung der Botschaft und Beauftragte „Gerechte unter den Völkern“, mit einer Einladung in die Botschaft folgte.

Am 27.07.2022 wurden die vier Kolleginnen und Kollegen der Heinrich-Middendorf Aschendorf sehr herzlich von dem Gesandten-Botschaftsrat Yaki Lopez, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Sandra Witte empfangen. Das Treffen war erfüllt mit schönen Gesprächen und Ideen wurden entwickelt. Löblich wurde auch das Engagement der beteiligten Schülerinnen und Schüler erwähnt. Besonders war ein Einblick in die Akte zur Ernennung zum Gerechten unter den Völkern des Schulnamengebers Pater Dr. Heinrich Middendorf SCJ. Der schönste Akt war schließlich die Übergabe des Antrags für Victoria Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt, der nun mit der diplomatischen Post an Yad Vashem weitergeleitet wird.

Es war ein wundervolles Erlebnis den Antrag persönlich überreichen zu können – nicht zuletzt durch die herzliche und freundliche Art von Yaki Lopez und Sandra Witte, die uns im weiteren Prozess eng begleiten möchte. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit.

von links: Konrektorin S. Schulte, Lehrerin P. Natelberg, Gesandten-Botschaftsrat Yaki Lopez, Lehrerin A. Lüsing-Hauert, Konrektor a.D. P. Thoben

von links: Konrektorin S. Schulte, Lehrerin P. Natelberg, Beauftragte „Gerechte unter den Völkern“ und Presseabteilung der Botschaft des israelischen Staates Sandra Witte, Lehrerin A. Lüsing-Hauert, Konrektor a.D. P. Thoben

Der Film ist da! Victoria Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt – Eine Stille Heldin

Im Rahmen der Projektwoche beschäftigten sich einige Schülerinnen und Schüler des 7. und 8. Jahrgangs mit „Stillen Helden“. Auf Basis eines Aufsatzes aus der Reihe „Emsländische Geschichte“ von Paul Thoben beleuchteten sie dabei mit großem Enthusiasmus das Leben und Wirken von Victoria Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt. Ihre Erkenntnisse und Gedanken wandelten sie mit Hilfe von Ragnar Wilke (JUZ Papenburg) in Filmmaterial um und produzierten auf diese Weise einen beeindruckenden Film über jene besondere Frau. Dieser wurde in einer Premiere am Dienstag mit den Schülerinnen und Schülern des 7. Jahrgangs in der Aula der HMO voller Freude geschaut. Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen und Lehrer der Heinrich-Middendorf-Oberschule Aschendorf sind sehr stolz auf das, was unsere Schüler geleistet haben und wie manch einer über sich hinausgewachsen ist.

Stille Heldin – Victoria Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt

Wir beschäftigten uns mit dem Leben und Wirken von Victoria Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt. Diese bescheidene und beeindruckende Person versteckte im Nationalsozialismus zwei jüdische Frauen und rettete sie so vor der Deportation.

Nachdem wir hinreichend über sie recherchiert hatten und eine sehr gute Einführung von Paul Thoben bekommen hatten, filmten wir unsere wichtigsten Erkenntnisse. Dabei wurden wir von Ragnar Wilke vom JUZ Papenburg angeleitet.

Am letzten Tag besuchten wir die Burg Bentheim, den Geburtsort Victorias und trafen dort ihren Großneffen Carl Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt, der sich von uns zu ihrer Person interviewen ließ.

Eine Zusammenfassung unserer Projektwoche kann in einem Making of hier angeschaut werden.

Im Nachgang werden wir einen Antrag in Yad Vashem stellen, damit sie dort hoffentlich als Gerechte unter den Völkern erfasst wird.

Zitate von Schülerinnen und Schülern:

„Erst hatte ich ganz schön Angst vor der Kamera zu stehen, aber dann hat es richtig viel Spaß gemacht.“

„Es war schön, mit anderen Schülerinnen und Schülern zusammenzukommen, mit denen man sonst nie geredet hätte.“

Tanz durch die Kulturen

„Hey, ich hab noch einen Schritt…“. „Wie findet ihr das?“. So brachten sich 19 Schülerinnen und Schüler begeistert in das Projekt „Tanz durch die Kulturen“ ein. Zu einem Medley aus serbisch/kroatischer, amerikanischer und europäischer Musik erarbeiteten die Kids gemeinsam einen Tanz der dann schließlich in der Aula vorgeführt wurde. Das vorherige Lampenfieber war riesig – doch beflügelt vom tollen Erlebnis auf der Bühne steht eines für die Schülerinnen und Schüler fest:

„Wann können wir sowas wiederholen?“

 

Regionale Verbundenheit – Leben vor 100 Jahren in Aschendorf

Im Rahmen der Projektwoche widmeten sich die Medienscouts unserer Schule einem Kooperationsprojekt mit dem Heimat- und Bürgerverein Aschendorf. Ziel war die Ausstattung und Digitalisierung der vorhandenen Informationstafeln des Heimathofes mit QR-Codes.

Dazu arbeiteten die SchülerInnen eine Woche lang auf dem Gelände des Heimat- und Bürgervereins. Sie erstellten Videos, Bilder, 360-Grad-Aufnahmen, Audiodateien und führten Interviews, die es den Besuchern zukünftig ermöglichen, sich einen umfassenden Einblick in das Leben und Arbeiten vergangener Zeiten zu verschaffen.

Zitat eines Schülers: „Es hat Spaß gemacht, etwas Bleibendes zu schaffen, das auch zukünftig von den Besuchern des Heimatvereins genutzt werden kann!“

Schule früher – Schule heute

Die Schülerinnen und Schüler haben sich kreativ mit dem Linoliumschnitt auseinandergesetzt und sowohl Schulregeln als auch Spielen von vor 100 Jahren kennengelernt und ausprobiert.

Unter anderem wurde auch das Schulmuseum in Folmhusen besucht, um eine Einblick in die damalige Zeit zu bekommen.

„Wegbegleiter & Giveaways“

In dem Projekt mit dem Titel: „Wegbegleiter & Giveaways“ fertigten die teilnehmenden Schülerinnen der Jahrgänge 5-10 in mühsamer Feinarbeit und mit viel handwerklichem Geschick symbolische Geschenke und kleine Glücksbringer an, wie:

  • Schlüsselanhänger
  • Sorgenfresser
  • Ketten, Armbänder
  • Kosmetiktaschen, Stoffbeutel

Unser Leitspruch: Learning by Doing!

Wirklich erstaunlich war, „wie konzentriert und kreativ die Teilnehmerinnen dabei waren und immer wieder eigene Ideen mit einbrachten!“

Der Traum vom Fliegen

Im Projekt „Der Traum vom Fliegen“ haben die Schüler:innen Hintergründe zur historischen Entwicklung der Luftfahrt erarbeitet und Modelle verschiedener Flugzeuge gebaut. Ein Papierfliegerwettbewerb rundete die Woche ab. Als Höhepunkt der Woche erarbeiteten die Schüler:innen die Grundlagen zum Wetterballon und ließen einen solchen steigen. 

Die Aufnahmen kann man sich hier anschauen.

 

Interkulturelles Backen

Eine Woche lang haben Schülerinnen und Schüler Rezepte aus unterschiedlichen Kulturen gebacken und ihre Produkte an die Schülerschaft verkauft.

Schülerfazit am Ende der Projektwoche: „Ich wünsche mir eine neue Küche!“