Geschichte der Grundschule Warmsen

Geschichte der Grundschule Warmsen

Die Geschichte der Warmser Schule Die erste Schule in Warmsen wurde nachweislich 1651 gegründet.
Die Warmser Kinder konnten also drei Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg zur Schule gehen, wo sie hauptsächlich Gebete, Psalmen und Gesänge lernten und außerdem „etwas“ Lesen und Schreiben. Unterrichtet wurde damals nur im Winter, wahrscheinlich war der Küster der Lehrer.

Erst 1677 wurde ein Kantor angestellt, der gleichzeitig auch Schulmeister war. Die Schule war nicht in einem eigenen Schulhaus untergebracht sondern in einem angemieteten Raum. Die hohe Kinderzahl veranlasste die Gemeinde im Jahre 1806 eine zweite Schulstube im Küsterhaus anzulegen.

1903 wurde dann die dritte Schule in Warmsen gebaut.

Im Jahre 1908 besuchten bereits 214 Kinder die Warmser Schule, aufgeteilt in vier Klassen mit 37 bis 70 Schülern.

1953 wurde dann ein neues Schulhaus mit vier Klassenräumen und ein Lehrerhaus mit zwei Wohnungen gebaut. Alle Familien in der Gemeinde leisteten Hand- und Spanndienste beim Abriss der alten Schule und beim Neubau. Es wurde entweder ein Gespann (Pferd und Wagen) gestellt, oder ein bis zwei Mann halfen auf der Baustelle. Schon 20 Jahre später war die Schule wieder zu klein.

1961 begann man damit, die Schule um drei auf sieben Klassenzimmer zu erweitern. Die Warmser Schule wurde 1963 zur Mittelpunktschule ausgebaut. Zunächst kamen die Schüler ab Klasse 5 aus den Orten Großenvörde, Schamerloh, Haselhorn, Hauskämpen und Brüninghorstedt nach Warmsen.

1974 wurde die Orientierungsstufe in Uchte gegründet und die Schule in Warmsen wurde zur Grundschule für die Jahrgänge 1 bis 4.

2002 wurde die „Verlässliche Grundschule“ eingeführt. Die Kinder erhalten ein Unterrichts- und Betreuungsangebot von mindestens 5 Zeitstunden.

2013 begann mit der Jahrgangsstufe „1“ die Umsetzung zur inklusiven Schule. Gleichzeitig konnte zum Oktober 2013 nach zweijähriger Planungs- und Bauphase die Grundschule Warmsen als offene Ganztagsgrundschule ihr Unterrichts- und Betreuungskonzept umsetzen.

Interessantes aus der Historie:

Um 1800 zog der Lehrer noch das Schulgeld ein und erhielt außerdem Naturalien für seine geleisteten Dienste in der Schule oder Kirche. Erst im Jahre 1888 übernahm die Regierung die Besoldung der Lehrer.
Seit 1895 gab es Turnunterricht in Warmsen. Es sollten wöchentlich ein oder zwei Stunden Freiübungen veranstaltet werden
1899 wurde in der Schule erstmals eine Schülerbibliothek mit 53 Bänden eingerichtet
Ab dem Jahre 1900 musste jede Schule ein Strafverzeichnis führen, in das jede körperliche Züchtigung eingetragen werden sollte.
Erst 1963 wurden Jahrgangsklassen gebildet. Vorher waren stets die Schüler mehrerer Jahrgänge zu einer Klasse zusammengefasst.