Lern- und Arbeitsformen

An der Grundschule Neetze wird auf eine große Bandbreite von Lernformen und Methoden Wert gelegt. Damit können verschiedene Lerntypen angesprochen werden, Selbstständigkeit und Selbstverantwortung geübt und insbesondere auch soziale Kompetenzen mit einem Partner oder in der Gruppe gefördert werden.

Einzelne Arbeitsformen werden im Folgenden kurz aufgeführt. Ausführliche Informationen zu Methoden, Differenzierungen und Fördermaßnahmen finden Sie ebenfalls im Pädagogischen Konzept.

Werkstätten

In vielen Fächern wird regelmäßig mit dem Werkstatt-Prinzip gearbeitet. So werden in der Eingangsstufe in den Fächern Deutsch und Sachunterricht, z.B. zu den Themen Apfel, Herbst, Igel und Zeit Werkstätten angeboten. Auch in den dritten und vierten Klassen werden zu unterschiedliche Themen, wie z.B. Wald, Wasser Werkstätten bereitgestellt.
Eine Werkstatt besteht aus vielfältigen Aufgabenstellungen zu einem Thema, in Form von Arbeitsblättern, Spielen, Partner- und Gruppenaufgaben, Mal- und Bastelaufgaben, etc. Zu Beginn der Werkstatt wird pro Aufgabe ein Kind als „Experte“ eingearbeitet. Es wird dabei von der Lehrerin unterstützt, so dass es später anderen Kindern die Aufgabe erklären kann und in der Lage ist, sie auch nachzuschauen. Jedes Kind erhält einen Werkstattplan, auf dem alle Aufgaben aufgelistet sind und notiert wird, welche Aufgaben es bereits erledigt hat. Weiterhin ist festgelegt, welche Arbeitsangebote obligatorisch bzw. freiwillig sind. Die Schülerinnen entscheiden über die Reihenfolge der Aufgaben, suchen sich ggf. passende LernpartnerInnen und wählen evtl. nach den Pflichtaufgaben noch Zusatzaufgaben.

Wochenplan

Die SchülerInnen erhalten einen schriftlich fixierten Plan mit Aufgabenstellungen, die sie innerhalb der darauf folgenden Woche oder einem anderen vereinbarten Zeitraum eigenverantwortlich bearbeiten. Die Wochenpläne sind meistens in Pflichtaufgaben und freiwillige Zusatzaufgaben untergliedert.

Im Allgemeinen umfassen Wochenpläne mindestens zwei Hauptfächer. Es kann aber auch Arbeitspläne für einzelne Fächer geben, z.B. in Mathematik, Deutsch oder individuelle Förderpläne mit bestimmten Schwerpunkten.

Individuelle Lernschwerpunkte

Einmal in der Woche arbeiten die SchülerInnen an ihren individuellen Lernschwerpunkten. Das bedeutet, sie wiederholen wichtige Unterrichtsinhalte aus den Fächern Deutsch und Mathematik, die noch gefördert werden müssen oder bekommen zusätzliches Material zur Forderung.
Hierbei kommen insbesondere viele Freiarbeitsmaterialien, Lernspiele und computerbasierte Übungen zum Einsatz.

Kooperative Lernformen

Der Begriff „Kooperative Lernformen“ umfasst Lernformen, bei denen die SchülerInnen sich mit einem Partner oder in einer Gruppe Lerninhalte aneignen. Anders als bei der klassischen Gruppenarbeit wird jedoch durch bestimmte Techniken darauf geachtet, dass jedes Gruppenmitglied zum Kompetenzerwerb beiträgt. So können beim kooperativen Lernen alle Beteiligten profitieren. Die kooperativen Lernformen können in kleinen Sequenzen in den Unterrichtsstunden integriert sein oder aber bis hin zu Projekten einen größeren Zeitraum umfassen.
Über fachliche Kompetenzen hinaus fördern diese Lernformen besonders die nötigen Schlüsselqualifikationen Kommunikation, Kooperation und positives Sozialverhalten.