Museumsdorf, Klasse 3, 2018

Kleine Zeitreise in die Vergangenheit: Damals war alles ganz schön anstrengend!

Der Ausflug zum Museumsdorf Cloppenburg im Rahmen der Sachunterrichtseinheit „Vom Korn zum Brot“ war für die Drittklässler eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit. Zunächst besuchten wir die alte Bockwindmühle aus dem Jahr 1638. Allein das Besteigen der steilen Holztreppen war für viele Schülerinnen und Schüler schon ein kleines Abenteuer. Aufmerksam verfolgten die Kinder dann den Übertragungsweg der Drehbewegung der Flügel auf Flügelwelle, Kamm- und Kegelrad bis hin zum Läuferstein, der die Roggenkörner auf dem feststehenden Bodenstein zu grobem Roggenschrot mahlte.

Auf der Dreschscheune der “Wehlburg“ erlebten die Kinder anschließend, wie in früherer Zeit das Getreide auf der Diele gedroschen wurde. Dazu schlüpften sie für kurze Zeit in die Rolle der damaligen Knechte und versuchten mit einem Dreschflegel die Getreidekörner eigenhändig aus den Ähren zu schlagen. Schon frühmorgens um 3.00 Uhr begann damals diese harte Arbeit und dauerte bis zum Frühstück. Im Anschluss daran trennte früher eine Windmaschine die Spreu von den Körnern.

Dann ging es endlich zum Backhaus der “Wehlburg“. Unter fachkundiger Anleitung kneteten unsere Schülerinnen und Schüler mit großer Begeisterung einen vorbereiteten Brotteig und lernten viel über “das tägliche Brot“ und das Backen in früheren Zeiten. In der Zwischenzeit hatte der alte Steinofen genügend Hitze gespeichert. Die Kinder konnten miterleben, wie der Ofen von der restlichen Glut gesäubert wurde. Gemeinsam mit dem Bäcker ermittelten sie mit der Mehlprobe die richtige Ofentemperatur, bevor sie ihre Brote in den Ofen schoben. Nun hieß es abwarten. Da die Hühner und Schweine der Wehlburg es den Kindern angetan hatten, verging die Wartezeit wie im Flug und schon nahmen alle ihr Brot stolz in Empfang.

Unversehrt überstand jedoch nicht jedes Brot den Heimweg, denn es roch einfach zu verführerisch!