Zirkusprojekt 2019

Manege frei: „Kannst du nicht war gestern!“

Nach vier Jahren war es endlich wieder soweit und unter dem Motto „Kannst du nicht war gestern“ startete unser Zirkusprojekt 2019. Die pädagogischen Mitarbeiter des Circus ZappZarap verzauberten die Beverbrucher Turnhalle in einen Zirkus und alle Kinder und das pädagogische Team wurden zu Artisten.

Der erste Tag mit dem Circus ZappZarapp begann mit einer Betreuershow unter Anleitung der beiden Zirkuspädagogen Hans Peter und Angela. Im Rahmen dieser Vorführung zeigten das Kollegium und die pädagogischen Mitarbeiterinnen den Schulkindern die gesamte Palette des Zirkusprogramms. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich somit einen Eindruck davon verschaffen, was sie in den nächsten Tagen der Projektwoche erwartete. Anschließend ging es zum Schnuppern in die einzelnen Workshops, die von unserem „Zirkusteam“ betreut wurden. Danach hieß es für die Kinder, sich für ein Genre zu entscheiden. Angeboten wurde Jonglage, Akrobatik, Feuerkunst, Leiterakrobatik, Clownerie, Zauberei und eine Poi-Choreographie. Voller Erwartung ging es dann an die Arbeit in den einzelnen Workshops. Die Erfahrungen der Kinder waren dabei immens: Sie erfuhren Neues (auch über sich selbst), erlebten ihre Grenzen und überwanden sie. Diese Mischung aus Herausforderung, spannendem Erlebnis und Grenzerfahrung förderte das Selbstvertrauen der Kinder und eröffnete ihnen neue Perspektiven. Schon am ersten Tag hatte jeder seinen Platz in unserer neuen Zirkusgemeinschaft gefunden – und das ohne Streit oder Tränen! Ab da hieß es: „Üben, üben, üben!“

Am nächsten Tag ging für unsere kleinen Artisten das Training in den einzelnen Workshops weiter und jede Gruppe arbeitete engagiert, eifrig und ausdauernd an ihrer Zirkusnummer. Zu Beginn studierten die beiden Zirkuspädagogen Hans Peter und Angela mit den Kindern den feierlichen Einmarsch in die Manege ein und besprachen wichtige Regeln, die ein Artist während der beiden großen Shows am Vor- und Nachmittag zu beachten hätte. Der zweite Tag verging wie im Fluge und am Ende fand die Generalprobe statt. Es war beeindruckend, wie viel die Kinder an diesem zweiten Tag schon dazugelernt hatten, wie stolz sie sich präsentierten und wie manch einer über sich hinausgewachsen war!

Am dritten Tag begann die erste Vorstellung um 10.00 Uhr für die Familien der Klassen 1 und 2. Endlich war es so weit und alle durften sich auf den Weg zur Turnhalle machen, in der Eltern, Geschwister, Omas, Opas und andere Gäste gespannt auf den Beginn der ersten Vorstellung warteten. Von Minute zu Minute stieg der Adrenalinspiegel und kaum einen hielt es noch auf seinem Platz. Nach den Begrüßungsworten der Schulleiterin folgte eine kurze Schüleransage und dann endlich erklang die Musik. Aufgeregt machten sich nun alle Kinder in einer langen Reihe auf zum Einmarsch in die Manege, natürlich mit ihrem Artistenlächeln im Gesicht, die eine Hand in die Hüfte gestemmt und mit der anderen Hand winkend. In dem ca. einstündigen Programm traten nun Jongleure, Clowns, Akrobaten, Zauberer, Poi-und Feuerkünstler auf und präsentierten sich stolz. Ein tosender Applaus für die mutigen und gekonnten Auftritte war ihr verdienter Lohn. Unter „Zugabe“-Rufen durften alle Akteure zum Schluss noch einmal gemeinsam in die Manege.

Nun hatten sich alle eine kleine Pause verdient. Die kleinen Artisten konnten sich zwischen den beiden Shows am Hot Dog-Stand stärken. Aber auch ein leckeres Kuchenbuffet hatte der Förderverein schon aufgebaut und die Popcorn-Maschine verbreiteten bereits einen einladenden Geruch. Um 13.00 Uhr hieß es dann wieder: “Manege frei!“ und die zweite Vorstellung für die Familien der Dritt- und Viertklässler begann. Noch einmal konnten die Kinder ihre Talente zeigen und sich einen Riesenapplaus abholen.

Nun ist die Manege wieder abgebaut, unser „Zirkuszelt“ wieder eine Turnhalle und das Lampenfieber vorüber, aber die Schüler, Eltern, Helfer und das Kollegium unserer kleinen Grundschule werden sich noch lange an dieses Zirkusprojekt erinnern und stolz auf das sein, was sie auf die Beine gestellt haben, denn eins haben alle gelernt: „Kannst du nicht war gestern!“

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an den Förderverein unserer Schule, den Elternrat und an alle anderen Helfer, durch deren Unterstützung ein solches Projekt erst möglich wurde. Vielen Dank auch an Herrn Kramer von der Nordwestzeitung, der uns noch ein paar Fotos von der Vorstellung zukommen ließ. Danke an alle!