BNE – Frühstück

Ich mag Müll – unser „Müll“-Frühstück an der CFGS

An der Carl-Friedrich-Gauß-Schule werden alle Kinder an einen bewussten Umgang mit Abfall auf vielfältigen Wegen herangeführt. Einer ist unser „Müll“-Frühstück in der Projektwoche „Erwachsen werden“ am Ende des 5. Schuljahres.

Um einen engeren Bezug zum Alltag herzustellen, bietet es sich an, den Umgang mit Abfall im eigenen Umfeld zu thematisieren. Ein geeigneter Gegenstand sind zum Beispiel Verpackungen. Hierzu wird in den Klassen gemeinsam ein Frühstück geplant. Jedes Kind bekommt die Aufgabe, etwas dafür mitzubringen, z. B. Äpfel, Birnen, Salatgurken, Tomaten, Käse, Wurst, Margarine, Marmelade, Honig, Milch, Saft, Servietten, Teller, Messer, Gefäß für Getränke… Alles Sachen sollen noch nicht vorgeschnitten sein, dies wird gemeinsam vor dem Frühstück gemacht (so bringen die Kinder oft auch Obst und Gemüse in Verpackungen mit).

Beim Frühstück werden die Kinder dazu aufgefordert, sämtliche Abfälle (von der Schale vom Obst über die Papierserviette bis hin zu Verpackungen) auf einer ausgebreiteten Unterlage hinzulegen. Nach dem Frühstück setzen sich die Kinder in einen Sitzkreis, die Abfälle liegen in der Mitte. Nun wird geschaut, welche Mengen und was sich an Abfällen angesammelt hat. Die Kinder werden nun aufgefordert, die Abfälle zu trennen – grüne Tonne, blaue Tonne, gelbe Tonne, schwarze Tonne, Glascontainer, Mehrwegsystem. Danach wird überlegt – welche der Abfälle werden wiederverwendet/dem Recycling zugeführt? In einem zweiten Schritt wird nun gemeinsam untersucht, welche Abfälle hätten vermieden werden können (z. B. durch Mitbringen von abwaschbaren Tellern und Trinkbechern anstatt Pappteller und Plastikeinwegbecher, durch kaufen von verpackungslosen Obst und Gemüse, …)

 

Diese Aktion bringt den Erkenntnisprozess voran, wie Abfälle verringert oder vermieden werden können. Im ersten Schritt geht es darum, die Arten und Mengen des Abfalls zu ermitteln.

Im zweiten Schritt geht es um die Frage, wie man die einzelnen Abfallarten vermeiden oder wenigstens verringern kann. Da das Recyclingsystem in Deutschland gut ausgebaut ist, zielt „Plan B“ hauptsächlich auf die Vermeidung von Verpackungsabfall. Die Begründung dafür ist für die Nachhaltigkeitsbildung von großer Bedeutung: Weniger Verpackungsabfall senkt den Energieeinsatz, vermeidet Kosten, schont Umwelt und Ressourcen. Vor allen Dingen sind die Kinder hier in der Lage, durch eigene Entscheidungen und Argumente gegenüber den Eltern etwas zu bewirken, also Handlungsalternativen zu erkennen.