In diesem Schuljahr durfte unsere Klasse 8G1 gemeinsam mit Klassenlehrerin Frau Klapp Teil eines ganz besonderen Projekts werden:
Wir waren eine von zehn Juryklassen bundesweit für den Preis der Jungen Literaturhäuser 2025 – in Kooperation mit dem Literaturhaus Göttingen. Das Projekt wurde von Frau Rohrbeck vom Literaturhaus begleitet, die uns die Rahmenbedingungen und Materialien zur Verfügung stellte: Ausgewählte Werke der nominierten Autorinnen, sowohl als gedruckte Bücher als auch in digitaler Form – ideal für uns als iPad-Klasse. Außerdem erhielten wir kurze Videoporträts der drei Autorinnen: Tania Witte, Kathrin Schrocke und Josephine Mark, deren Werke jugendliche Figuren ins Zentrum stellen.
Wie aber wählt man aus drei beeindruckenden Stimmen eine Preisträgerin? Um diese Frage zu beantworten, entwickelte unsere Klasse einen Kriterienkatalog, anhand dessen wir die Bücher lasen und bewerteten – unter anderem nach Schreibstil, Nachvollziehbarkeit der Handlung und Authentizität der Figuren. Die Lektüre und Analyse organisierten wir eigenständig in Kleingruppen. Nach der Auswertung und dem Sichten der Videos kam es zur geheimen Abstimmung – mit einem klaren Ergebnis: Unsere Stimme ging an Tania Witte. Unsere Aufgaben waren damit noch nicht erledigt: Wir verfassten einen Jurybericht, erklärten schriftlich unsere Entscheidung – und produzierten ein kurzes Video, in dem drei Schülerinnen und Schüler – Birk Mladek, Hanna de la Chaux und Marcel Romanski – über unsere Juryarbeit berichteten und die Gewinnerin verkündeten.
Höhepunkt des Projekts war die Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse am 27. März 2025. Gemeinsam mit Frau Klapp und Frau Hardt reisten wir einen Tag zuvor nach Leipzig, erkundeten die Stadt, übernachteten dort – und waren am nächsten Morgen pünktlich vor Ort. Die feierliche Preisvergabe fand auf der ARD- und ZDF-Bühne statt und wurde sogar live im Online-Stream übertragen. Mit dabei waren alle drei nominierten Autorinnen, wir als Juryklasse aus Groß Schneen und eine weitere Juryklasse aus Berlin. Auf der Bühne standen schließlich Hanna und Marcel aus unserer Klasse – gemeinsam mit einem Schüler der Berliner Juryklasse. Sie wurden interviewt, berichteten von ihrer Juryarbeit – und öffneten dann den Umschlag: Tania Witte hatte gewonnen! Ihre Freude war groß – und sie nahm sich danach viel Zeit, um mit uns ins Gespräch zu kommen, Fragen zu beantworten und Erinnerungsfotos zu machen. Nach der Preisverleihung nutzten wir die Gelegenheit, um die Leipziger Buchmesse weiter zu erkunden, bevor wir am späten Nachmittag die Rückreise antraten – erfüllt von Eindrücken, Begegnungen und einem tiefen Einblick in die Welt der jungen Literatur.







