Förderschule (Sprache)

In der Förderschule Schwerpunkt Sprache werden Kinder unterrichtet, die in ihrer intellektuellen Entwicklung weitgehend Grundschulkindern entsprechen, bei denen aber ein Förderbedarf im Bereich Sprache festgestellt wurde, dem in der Grundschule nicht entsprochen werden kann.
Die Jahrgänge 1 und 2 werden jedoch von den Kindern – abweichend von der üblichen Regelung – in drei Schulbesuchsjahren durchlaufen. Darauf folgen die Jahrgänge 3 und 4. Der Zeitpunkt des angestrebten Wechsels in die örtlich zuständige Grundschule bzw. in eine weiterführende Schule ist variabel und erfolgt je nach Entwicklungsfortgang.

Die Förderschule Didrik-Pining (Schwerpunkt Sprache)

ist eine öffentliche Schule und orientiert sich am Kernkurriculum der Grundschule.

Zum Schuljahr 2019/20 richtet die Förderschule Schwerpunkt Sprache der Didrik-Pining-Schule eine Eingangsstufe ein. Dies ermöglicht den Kindern mit intensivem Sprachförderbedarf, die Inhalte von Klasse 1 und 2 in drei Schuljahren zu erlernen. Leistungsstarke Kinder können die Inhalte auch in zwei Schuljahren erwerben. Auf die Eingangsstufe folgen regulär die Klassen 3 und 4.

Zurzeit besuchen etwa 100 Kinder die Förderschule. Die Klassenstärke liegt bei maximal 14 Schülerinnen und Schülern. In der Regel gibt es zwei Parallelklassen. Alle KlassenlehrerInnen sind FörderschullehrerInnen mit dem Schwerpunkt Sprache.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Förderschule und Grundschule. So gibt es z.B. schulformübergreifenden Unterricht in Religion und den Arbeitsgemeinschaften. Alle Schulveranstaltungen und Projekte werden gemeinsam geplant und durchgeführt. SchülerInnen und LehrerInnen fühlen sich als Mitglieder einer Schule

Unser Einzugsgebiet umfasst die Stadt Hildesheim und folgende Gemeinden im Landkreis: Algermissen, Sarstedt, Nordstemmen, Giesen, Harsum, Schellerten, Söhlde, Diekholzen, Bad Salzdetfurth, Holle und Bockenem.

Kinder, die im Einzugsgebiet der Grundschule DPS wohnen, kommen wie die Grundschüler selbstständig zur Schule. Für alle anderen Kinder wird ein Taxitransport in den ersten Jahren durch den Landkreis organisiert.

In der dritten und vierten Klasse müssen die Kinder aus der Stadt Hildesheim mit dem Stadtbus fahren.

Die Förderschule (Schwerpunkt Sprache) besuchen Schülerinnen und Schüler mit folgenden Sprachauffälligkeiten / Entwicklungsverzögerungen der Sprache:                

  • Artikulationsstörungen (Dyslalie)
    Laute oder Lautverbindungen fehlen, werden falsch gebildet oder durch andere Laute ersetzt.
  • Satzbaustörungen (Dysgrammatismus)
    Störungen im syntaktischen und morphologischen Aufbau der Sprache. (Sprechen in Ein- und Zwei-Wort-Sätzen, Umstellung der Wortreihe, fehlerhafte Bildung von Plural, Konjugation, Deklination etc.)
  • Eingeschränkter Wortschatz und/oder mangelndes Sprachverständnis
  • Redeflussstörungen
  • Stottern und/oder Poltern
  • Sprech- und Sprachbehinderungen als Folge von Hörschädigungen, krankhaften Veränderungen oder Unfallverletzungen
  • Psychisch bedingte Sprachstörungen (z.B. Mutismus)