„Cybermobbing“ – Was ist das? Wie kann man dagegen vorgehen?

Schikane, Bloßstellung und Diskriminierung in den sozialen Medien, kurz „Cybermobbing“, kennen leider viele Kinder und Jugendliche in Deutschland und das völlig unabhängig vom Alter oder der Schulform. Wie man sich davor schützen und dagegen wehren kann und wo man in der Not Hilfe bekommt, lernte unser 8. Jahrgang dieser Präventionsveranstaltung.

Die Beauftragte für Jugendsachen der Polizei Göttingen, Frau Klaus-Rosenthal, informierte in einer zweistündigen Veranstaltung ausführlich über dieses aktuelle Thema. Anhand von Filmsequenzen zeigte sie auf, wo Mobbing beginnt, wie sich Opfer dabei fühlen und vor allem, was man dagegen unternehmen kann. Auch die Unterschiede zwischen Mobbing und Cybermobbing wurden herausgearbeitet, denn bei Cybermobbing wird die ständige Präsenz einer diffamierenden Nachricht, eines Textes, eines Bildes oder eines Videos im Internet als besonders belastend erlebt.

Frau Klaus-Rosenthal machte deutlich, dass Cybermobbing in keiner Weise zu tolerieren ist und zeigte Wege auf, wie Betroffene aber auch Mitwisser sich wehren können:

Der erste Schritt ist immer darüber zu reden, trotz der Scham, die man vielleicht als Opfer von Cyber-Mobbing empfindet. Man sollte sich Hilfe holen, bei Freunden, Eltern, Lehrern oder auch anonym bei Beratungsstellen im Internet. Alles ist besser, als Wegschauen oder stilles Ertragen.

Hört das Mobbing nicht auf, so sollten sich Betroffene an die Polizei wenden, denn Mobbing ist verboten und wird strafrechtlich verfolgt. Frau Klaus-Rosenthal berichtete von typischen Straftaten in diesem Zusammenhang und unterschied dabei Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung und Bedrohung.

Von besonderer Bedeutung ist natürlich der korrekte Umgang mit Fotos und Bildern: Das Recht am eigenen Bild ist in der Regel bekannt und wird auch eingefordert: „Lösch das sofort!“ Aber dass nicht nur das Anfertigen und Weiterleiten, sondern schon der Besitz von Fotos, welche als jugendgefährdend, diskriminierend oder gewaltverherrlichend eingestuft werden, strafbar ist, war für viele Zuhörende neu und wurde in einer abschließenden Gesprächsrunde neben noch offenen Fragen diskutiert.

Kindern und Jugendlichen eine kompetente und kritische Nutzung des Internets und der sozialen Medien zu vermitteln, ist Ziel unserer im Unterricht stattfindenden Schulung der Medienkompetenz. Die Veranstaltung zum „Cybermobbing“ war dazu eine hilfreiche Ergänzung.