Naturwissenschaften

Das Fach Naturwissenschaften in den Klasse 5 und 6

„Das ist ja spannend“, „das hätte ich nicht erwartet“, „cool“….

Genau diese Aussprüche der kleinen Forscher sind es, die uns Naturwissenschaftslehrer der Tellkampfschule in unserem Tun bestärken. Wir wollen unsere jüngsten Tellkämpfer für die Naturwissenschaften begeistern, sie zum Staunen bringen, sie dazu bringen, mehr wissen zu wollen und sie mit Spaß an die MINT-Fächer heranführen. 

Als Vorreiter in der Stadt Hannover setzen die Fachgruppen Biologie, Chemie und Physik der Tellkampfschule seit nunmehr 7 Jahren das Konzept um, welches die Landesschulbehörde unlängst in den Vorgaben des neuen Kerncurriculums für G 9 verankert hat: die Verknüpfung der naturwissenschaftlichen Fächer in den Jahrgängen 5 und 6.

In einem gemeinsamen schulinternen Arbeitsplan werden alle erforderlichen Kompetenzen der drei Fächer kombiniert und aufeinander abgestimmt, sodass ein Fächerübergriff in sich resultiert. Dabei werden verschiedene Themenkomplexe aus unterschiedlicher naturwissenschaftlicher Sicht mit den entsprechenden Methoden betrachtet und experimentell erarbeitet, wodurch die jüngsten Forscher ein umfassendes Bild erhalten. Betrachtet man zum Beispiel das Thema Mensch, so lassen sich davon ausgehend zahlreiche Abzweigungen bilden, die neben den biologischen Themen wie Körperbau, Bewegung, Ernährung und Verdauung, Sinne und ihre Grenzen auch chemische Nährstoffnachweise, das Arbeiten mit Teilchenmodellen sowie das physikalische Thema „Wie sieht der Mensch eigentlich im Vergleich zu Tieren und was steckt dahinter?“ beinhalten.

Unser Ziel ist es, durch diese Vernetzung ein besseres naturwissenschaftliches Verständnis bei den Nachwuchsforschern zu bewirken und immer auch einen Blick über den „Tellerrand“ zu gewähren. Nur so gelingt eine langfristige Begeisterung für die MINT-Fächer.

Zudem liegt uns sehr viel am Thema BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung), was sich auch in unserer Bewerbung als Umweltschule widerspiegelt. Wir bieten  im Unterrichtsgeschehen diesbezüglich zahlreiche Anknüpfungspunkte (Kritische Betrachtung der Nutzierhaltung, Renaturierung unseres Schulteiches, Wolfsprojekt im Wisentgehege, Nutzung des grünen Außengeländes der Tellkampfschule bei Projekten wie dem Bau eines Insektenhotels, von Nist- und Fledermauskästen, Anlegen einer Schmetterlingswiese, eines Schulgartens, der Baumpflanzaktion,  Zooprojekt, etc.).  Teilweise beziehen wir dazu außerschulische Lernorte (Zoo, Tiergarten, Wisentgehege, Park der Sinne, etc.) mit ein oder holen uns die Unterstützung von Experten ins Haus. Auf diese Art und Weise gelingt es, die jungen Tellkämpfer für die Natur zu begeistern, ihnen Verantwortung für ihr Handeln und ein kritisches Hinterfragen des eigenen Verhaltens zu vermitteln.

Auch unser schuleigenes Landheim spielt schon früh eine große Rolle bei unseren Jüngsten, da auf der Klassenfahrt nach Springe kurz nach der Einschulung der umgebende Wald zum ersten Forschungsobjekt wird.

Der beginnenden Pubertät widmen wir uns ebenfalls  intensiv, um die Kids auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden mit all seinen Tücken und Schwierigkeiten zu begleiten. In Klasse 5 führen wir deshalb regelmäßig das geschlechtergetrennte MFM-Projekt durch, das den Heranwachsenden erste Verunsicherungen ob der Veränderung ihres Körpers und Verhaltens nehmen soll.

Eine Besonderheit besteht weiterhin im Angebot einer Schwerpunktklasse für naturwissenschaftsbegeisterte Schülerinnen und Schüler, die pro Woche generell eine Stunde Nawi-AG haben, um noch intensiver forschen zu können. Dieses  ermöglicht eine Vielfalt an zusätzlichen Projekten. So  präsentieren die Kinder zum Beispiel häufig in einem Vortrag ihr Lieblingstier und haben die Möglichkeit, dieses mit in die Schule zu bringen.

Einige Schüler aus den  Nawi-Klassen der letzten Jahre haben erfolgreich an der  Internationalen Junior Science Olympiade teilgenommen, wobei sogar einem als jüngster Forscher die Qualifikation für die zweite Runde gelungen ist.

                                                                                  Marion Roitsch (Nawi-Lehrerin)