Jahrgänge 9 + 10

Der 10. Jahrgang am Gymnasium, die Einführungsphase für das Kurssystem, wird mit dem Erweiterten Sekundarabschluss I abgeschlossen. Dieser Abschluss berechtigt zum Eintritt in die Qualifikationsstufe, die mit dem Abitur abgeschlossen wird. Daher kommt dem 10. Jahrgang im Gymnasium eine „Brückenfunktion“ zu.

Die Schülerinnen und Schüler müssen zum Ende des 1. Schulhalbjahres überlegen und sich entscheiden, welche Schwerpunkte und Fächer sie im 11. und 12. Jahrgang belegen möchten. Sie müssen „in sich gehen“, ihre Stärken, ihre Interessen reflektieren und vielleicht auch schon eine Idee entwickeln, wie sich vielleicht spätere Berufs- und Studienwünsche gestalten könnten. Die unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen stehen unseren Schülern hierbei beratend zur Seite. Die Leitung der Sekundarstufe II führt ausführliche Informationsveranstaltungen zu Abläufen und Gestaltung der Qualifikationsphase für unsere Schüler und Eltern durch.

Im 10. Jahrgang hält die Tellkampfschule für unsere Schülerinnen und Schüler drei größere Projekte bereit. Das „Europaprojekt“ nimmt eine zentrale Stellung in dieser Jahrgansstufe und vielleicht auch im gesamten Schulleben ein. Schüler aus fünf europäischen Partnerschulen sind eine Woche bei uns zu Gast und diskutieren mit den Tellkämpferinnen und Tellkämpfern in multilateralen Arbeitsgruppen aktuelle Themen. Und natürlich fahren unsere Schüler dann auch zu Gegenbesuchen in die jeweiligen Partnerländer. Dies ist ein Beispiel für gelebte europäische Partnerschaft.

Jeweils unmittelbar vor den Herbstferien gehen die Schüler in ein 14-tägiges Betriebspraktikum, das schon im 9. Jahrgang federführend im Fach Politik vorbereitet wird. Ebenfalls zum Ende des 9. Jahrgangs wird das traditionsreiche dreitägige „Geländepraktikum“, das in unserem Landheim in Springe abgehalten wird, in den naturwissenschaftlichen Fächern vorbereitet. Das fächerübergreifende Projekt ist ein Beispiel für eine gelungene Integration verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen.

Der 9. Jahrgang steht im Zeichen der Festigung, Förderung von grundlegenden Kompetenzen und der Weiterentwicklung von Arbeitstechniken in allen Fächern. Auch der Entwicklung der Schülerpersönlichkeiten – nach dem Ausklingen der Pubertät – wird in Zusammenarbeit mit den Elternhäusern größere Aufmerksamkeit entgegengebracht.